Archiv der Kategorie ‘Buchrezensionen’

» Jessica Watson – Solo mit Pink Lady

Geschrieben von Sally am Freitag, 10 Juni, 2011 | 607 views. | Ein Kommentar


Originaltitel: True Spirit
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 13. Januar 2011
Seiten: 373
Verlag: Delius Klasing
ISBN: 978-3768832502
Format: Taschenbuch
Preis: 19,90€
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Inhalt: Dies ist ein außergewöhnliches Buch von einem außergewöhnlichen Mädchen: einem Aussie-Girl , das die Welt zum Duell gebeten und gewonnen hat! Entwaffnend offen und mitreißend schildert die junge Australierin Jessica Watson den Verlauf ihrer Weltumsegelung in zwei Teilen und sechs Etappen. Mit ihren Lesern teilt sie Einblicke in das Innere ihrer Yacht ELLA S PINK LADY und in ihr eigenes Innerstes. Ein Buch, das zugleich fesselt und glücklich macht. Ein Buch, das nicht segelnde Fans ebenso begeistert wie die technisch interessierte Fachwelt.

Rezension: Ich habe eine große Vorliebe für Bücher, die von Menschen geschrieben wurden, die um die Welt gesegelt sind und ihre Erfahrungen teilen. Darum habe ich in der Buchhandlung auch nicht besonders lange gezögert, als ich Solo mit Pink Lady in der Buchhandlung entdeckte.

Der Name Jessica Watson ist bestimmt dem ein oder anderen ein Begriff. Im letzten Jahr gab es viele Berichte über sie, auch im deutschen Fernsehn. Sie wollte mit 16 Jahren als jüngster Mensch einhand und nonstop um die Welt segeln. In den Medien wurden ihre Eltern und ihre Förderer kritisiert, weil sie in den Augen vieler Menschen viel zu jung für eine solo Weltumseglung war. Trotz aller Kritik entschloss sich Jessica Watson mit ihrer Segelyacht Ella’s Pink Lady von Sydney/Australien Richtung Osten um die Welt zu segeln. Ihr erster Versuch scheiterte, als sie nachts mit einem 63.000 Tonnen Frachter zusammenstieß und ihre Reise abbrechen musste. Am 18. Oktober 2009 startete sie aber einen neuen Versuch und schaffte es in 210 Tagen einmal um den Erdball. Dabei musste sie einigen brisanten Situationen trotzen. Ein Sturm, zum Beispiel, ließ sie ganze vier mal kentern und sie musste 210 Tage ohne direkten menschlichen Kontakt, eine heiße dusche, frischem Essen und ausreichend Schlaf leben. Dabei kam sie hin und wieder an ihre Grenzen, denoch beschreibt Jessica Watson in ihrem Buch auch viele wundervolle Seiten am Segeln.

Watsons Buch und vor allem sie selber kamen mir sehr authentisch vor. Sie hat einige ihrer Blogeinträge, aus ihrem Blog, den sie während ihres Törns schrieb auch für ihr Buch verwendet und diese mit einigen weiteren Erfahrungen und Gefühlen, die sie während ihrer Umsegelung, ganz alleine auf dem weiten Ozean hatte erweitert. Sie schrieb ausserdem viele Kommentare zu ihren Blogeinträgen, wie sie die Dinge heute sieht, nachdem sie wieder festen Boden unter den Füßen hat und der jüngste Mensch ist, der jemals die Welt umsegelt hat.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben. Locker und entspannt. Watson konnte selbst während den schlimmsten Situationen und den tiefsten Tiefpunkten ein wenig Ironie und ganz viel Herz in ihre Texte einfließen lassen. Denoch zieht sie ihren Törn nicht ins Lächerliche, sondern schreibt sehr offen und persönlich über ihre Erlebnisse, Gefühle und Ängste, wenn auch mit einem kleinen, zwinkernden Auge. Mir war Jessica Watson während des gesamten Buches ungeheuer sympathisch und nun, nachdem ich es beendet habe hat sie meinen allergrößten Respekt. Sie ist ein unglaublich starkes Mädchen, das einen Traum hatte und den Mut ihn zu verwirklichen, selbst wenn ihr im Vorfeld viele Menschen sagten: “Das schaffst du nie”. Sie hat einfach auf sich und ihre Fähigkeiten gehört und getan, was sie für richtig hielt und damit war sie sehr erfolgreich. Einfach großartig!.

Solo mit Pink Lady ist ein wahnsinnig gutes Buch, das ich sehr sehr gerne gelesen habe und jedem empfehlen kann, der lust auf wahre Abenteuer hat und ein wunderbar erfrischendes, mutiges Mädchen und ihr tapferes Boot, Ella’s Pink Lady kennenlernen möchte, die mein Herz ein wenig erobert haben.

“Ich bin keine Heldin. Ich bin nur ein ganz normales Mädchen, das an einen Traum geglaubt hat”
Jessica Watson

von Sally am Freitag, 10 Juni, 2011 um 21:15 Uhr
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» Nicole Richie – Die Vintageprinzessin

Geschrieben von Sally am Sonntag, 29 Mai, 2011 | 681 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Priceless
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 352
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442475520
Format: Taschenbuch
Preis: 8,99€
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Inhalt: Charlotte Williams ist ein armes reiches Mädchen – verwöhnt, attraktiv, verschwenderisch und weltfremd. Vom echten Leben hat sie nicht viel mitbekommen, ihre Welt ist die Jeunesse dorée der Upper East Side Manhattans. Als ihr Vater in einen Finanzskandal verwickelt wird, bedeutet das den jähen Abschied aus ihrem Elfenbeinturm. Sie flüchtet nach New Orleans, um fernab von Presse und Paparazzi ein ganz normales Leben zu führen. Doch was für andere ein „normales Leben“ ist, entpuppt sich für Charlotte als eine sehr schwierige und exotische Aufgabe.

Rezension: Wenn ich an die Autorin von Die Vintageprinzessin, Nicole Richie denke, denke ich nicht in erster Linie an eine Autorin. Eher an ein verwöhntes, reiches, magersüchtiges Fashiontöchterchen eines gut verdienenden Musikers (nämlich in diesem Falle Lionel Richie). Niemals hätte ich angenommen, dass Nicole Richie ein Buch geschrieben hat. Die Vintageprinzessin ist genaugenommen sogar Richies zweiter Roman (Allerdings der erste, der in Deutschland erschienen ist). Ich war schon mal beeindruckt, aber viel erwartet habe ich dennoch nicht. Trotzdem hab ich das Buch letztendlich gekauft und gelesen und ich bin wirklich überrascht.

Charlotte Williams ist die Tochter eines reichen Finanzhais. Sie lebt ein feines Leben in Saus und Braus. Feier Partys, shoppt gerne und teuer und verbringt ein Jahr in Paris. Als sie nach New York zurückkommt, wird ihr Vater festgenommen und wegen eines Finanzskandals angeklagt. Daraufhin ändert sich alles in Charlottes Leben. Auf der Straße wird sie bepöbelt, in den Medien förmlich zerfetzt. Ehemalige Freunde geben unschöne Interviews und dann wird ihre Wohnung auch noch beschlagnahmt. Charlotte flieht nach New Orleans zu ihrer Ziehmutter und versucht sich dort ein neues Leben aufzubauen aber auch in New Orleans ist sie nicht unbekannt.

Ich habe mir unter dem Titel Vintageprinzessin und dem Klappentext etwas völlig anderes vorgestellt. Locker leichte, etwas überspitzte ChickLit im Stil von Sophie Kinsellas Schäppchenjägerin aber mich erwartete etwas anderes. Charlotte Williams ist zwar eine Society Göre, die auf teure Klamotten steht und gerne übertriebene Partys feiert aber im Vergleich zu anderen Heldinnen in ChickLit Büchern ist sie anders. Sie ist nicht ganz so dümmlich und naiv, sie weiss in den meisten Fällen was sie tut und sie kann sich durchaus umstellen und ohne Geld klarkommen ohne, dass sie weinerlich wird und bescheuerte Einfälle hat. Das fand ich ganz angenehm, denn mal ehrlich: Wie oft ging einem Becky Bloomwood, die Protagonistin der Schnäppchenjäger Romane, mit ihren blöden Aktionen auf die Nerven? Gut, sie hat mich immer sehr belustigt und ich mag sie aber es ist mit den ChickLit Damen doch immer das Selbe. Charlotte Williams ist da eine willkommene Abwechslung.

Nachdem Charlotte aus New York ‘vertrieben’ wurde, findet sie sich in New Orleans wieder und dort läuft alles, nach ganz kurzen Startschwierigkeiten für meinen Geschmack etwas zu glatt. Sie findet schnell einen neuen Job, neue Freunde und beginnt sogar eine Musikerkarriere. Ich hätte gerne, wie es der Klappentext verrät, mehr darüber gelesen, wie sich das vormals sorgenlose reiche Mädchen in einem ganz normalen Leben durchschlägt. Leider wartet das Buch damit nicht auf. Gerade zum Ende hin kam mir Charlottes “Karriere” doch ein wenig zu perfekt vor. An dieser Stelle wurde das Buch dann auch ziemlich langweilig. Das finde ich wirklich schade.

Letztendlich ist das Buch aber doch ganz gut gelungen und ich fand es sehr angenehm zu lesen. Die Vintageprinzessin ist mal ein etwas anderer Frauenroman. Man sollte nur nicht das erwarten, was der Titel und der Klappentext verrät, denn dann wird man höchstwahrscheinlich enttäuscht. Die Vintageprinzessin ist eher ein ruhiger Frauenroman, der nicht ganz so naiv und flach ist wie andere Romane dieser Art und er ist durchaus gut geschrieben. Sehr angenehm für nebenbei aber man sollte wirklich nicht allzuviel erwarten.

von Sally am Sonntag, 29 Mai, 2011 um 21:21 Uhr
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» Gail Carriger – Soulless

Geschrieben von Sally am Sonntag, 29 Mai, 2011 | 409 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Soulless
Genre: History, Fantasy
Reihe: The Parasol Protectorate Band: 1
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 384
Verlag: Orbit
ISBN: 978-0316056632
Format: Taschenbuch
Preis: 4,90€
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Inhalt: Alexia Tarabotti is labouring under a great many social tribulations. First, she has no soul. Second, she’s a spinster whose father is both Italian and dead. Third, she was rudely attacked by a vampire, breaking all standards of social etiquette. Where to go from there? From bad to worse apparently, for Alexia accidentally kills the vampire – and then the appalling Lord Maccon (loud, messy, gorgeous, and werewolf) is sent by Queen Victoria to investigate. With unexpected vampires appearing and expected vampires disappearing, everyone seems to believe Alexia responsible. Can she figure out what is actually happening to London’s high society? Will her soulless ability to negate supernatural powers prove useful or just plain embarrassing? Finally, who is the real enemy, and do they have treacle tart?

Rezension: Genaugenommen war Soulless ein 100%iger Coverkauf. Mir würde gerade wirklich kein Cover einfallen, das mir besser gefällt als dieses tollen  Cover der Parasol Protectorate Reihe. Der Inhalt hat mich hingegen kaum angesprochen. Vampire und Werwölfe haben wir ja schon mehr als genug in Büchern und ich kann die Viecher wirklich, wirklich nicht mehr sehen. Die Mischung aus History und SteamPunk hat mich dann aber doch irgendwie sehr angesprochen und ich konnte nicht wiederstehen.

Alexia Tarabotti hat sich damit abgefunden als alte Jungfer zu enden. Das hält sie aber nicht davon ab weiterhin auf Manieren und Anstand zu setzen. Darum findet sie es unerhört, als sie auf einem Ball, auf dem nicht mal Erfrischungen angeboten werden, von einem völlig ausgehungerten Vampire angegriffen wird, ohne, dass dieser sich ihr vorher vorgestellt hat. Gut, dass Alexia ein sogenannter Preternatural ist. Ein Mensch ohne Seele. Daher verlieren alle Supernaturale Wesen, wie Vampire und Werwölfe ihre speziellen Kräfte, wenn sie sie berühren. Mit einem dezenten Hieb ihres Sonnenschirmes streckt sie den unerhörten Vampir nieder. Blöderweise ist dies allerdings eine gewisse Straftat und prompt findet sie sich in der Gesellschaft von Lord Conall Maccon wieder, dem Chefinspektor in Paranormalen Angelegenheiten, Alphawerwolf und verflucht sexy. Sie schließt sich seinen Ermittlungen an und zusammen versuchen sie rauszufinden, was da los ist mit den Londoner Vampiren.

Alaxia Tarabotti ist ein herrlich erfrischender Buchcharakter, der mir direkt schraubstockfest ans Herz gewachsen ist. Sie ist überspitzt, ein wenig naiv und irgendwie altbacken. Dazu kommt eine Portion Ironie, italienische Abstammung eine zu große Nase und fertig ist Alexia Tarabotti. Kommt dann noch ein sexy Gentleman wie Lord Maccon dazu, der zufällig auch noch ein höchst männlicher Alphawerwolf und Chefinspektor ist hat das Buch mich eigentlich schon zu 100% überzeugt. Es war absolut herrlich Alexia und Lord Maccon, die eine gewisse Vergangenheit miteinander und definitiv einen Draht zueinander haben, obwohl die versuchen den zu verdrängen, zusammen zu beobachten und sie durch die Geschichte zu begleiten. Mir sind die (Haupt)charaktere in Büchern sehr sehr wichtig. Sind diese mir nämlich unsympatisch oder fange ich gar an sie zu hassen hat das gesamte Buch bereits verloren, egal wie toll die Geschichte selber ist. Die Protagonisten sind einfach zu wichtig. In Soulless geht die Rechnung allerdings auf. Ich liebe Alexia Tarabotti und ich liebe Lord Maccon!

Der Plot selber ist allerdings auch nicht zu verachten. London ist wirklich die einzige Stadt, in der, meiner Meinung nach, Vampire und Werwölfe nicht völlig fehl am Platze sind. Vorallem in das historische London passen sie sehr gut und zusammen mit der Steampunk Atmosphere ist es einfach perfekt. Dass es sich neben Fantasy und History auch um einen Krimi handelt ist für mich nur Nebensache, auch wenn ich bekanntlich alles andere als ein Krimi Fan bin.

Soulless zu lesen hat mir wirklich, wirklich spaß gemacht. Das Buch bietet alles, was mein Herz begehrt. Tolle Charaktere, ein wunderbarer Handlungsort zu einer höchst interessanten Zeit, eine durchaus spannende Handlung und einen tollen Humor, passend zum Buch: Very british. Ich bin schon im Besitz des zweiten Teiles der Parasol Protectorate Reihe namens Changeless und werd ihn sicher in naher Zukunft lesen.
Mittlerweile ist Soulless übrigens auch auf deutsch erschienen unter dem Titel Glühende Dunkelheit im Blanvalet Verlag.

von Sally am Sonntag, 29 Mai, 2011 um 17:51 Uhr
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» Duane Dog Chapman – You can run but you can’t hide

Geschrieben von Sally am Freitag, 29 April, 2011 | 566 views. | Ein Kommentar


Originaltitel:
You can run but you can’t hide
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 4. September 2008
Seiten: 328
Verlag: Orion
ISBN: 978-0752893723
Format: Taschenbuch
Preis: 12,99€
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Inhalt: Duane ‘Dog’ Chapman entertains and inspires millions on Dog the Bounty Hunter, his top-rated TV show, but there is more to his story. From troubled beginnings and tragedy, to triumph and transformation, he reveals all in this no-holds-barred memoir. Dog spent the early years of his life on the wrong side of the law. In You can run but you can’t hide, he offers an inside look at his days as a gang member, his dark years of addiction and abuse, and how serving eighteen months in prison for a murder he says he didn’t commit helped him recommit to his faith. The proprietor of Da Kine Bail Bonds in Hawaii, he also shares stories of some of his most dangerous and exciting bounty hunts which made international headlines, and the reasons why he brings such passion and commitment to his chosen profession. An incredible story of a man who, against all odds, turned his life around and went from ex-con to American icon.

Rezension: Wo genau ich das Buch herhab weiss ich gar nicht, jedenfalls lag You can run but you can’t hide schon seit einiger Zeit auf meinem SUB und da ich gerade in Biographielaune war, hab ich es eben gelesen, bevor es hier vergammelt. Ich bin kein ausgesprochener Fan der Sendung Dog – Der Kopfgeldjäger, wenn es im Fernsehn läuft guck ich es aber ganz gerne. Also, warum nicht auch das Buch lesen? Denn Duane “Dog” Chapman scheint ja offenbar eine ganz interessante Vergangenheit zu haben.

Duane “Dog” Chapman ist, für die, die ihn nicht kennen, ein sehr bekannter Reality TV Star in den USA und Kopfgeldjäger auf Hawaii und in Colorado. Laut eigener Aussage hat er bereits um die 7.000 Flüchtige gefasst unter anderem auch Andrew Luster, ein Urenkel und Erbe von Max Factor (Max Factor, die Kosmetik Firma), der in den USA wegen Serienvergewaltigung gesucht wurde. Dog ist also ein “Good Guy”, würde man sagen. Aber er blickt ebenfalls auf eine kriminelle Vergangenheit in Straßen- und Motorradgangs zurück, hat unzählige Diebstähle und Einbrüche begangen und saß wegen Mittäterschaft zum Mord im Gefängnis. In You can run but you can’t hide erzählt er seine Geschichte von seiner Geburt bis kurz nach dem Fall Andrew Luster und seine darauffolgende Verhaftung wegen Verschleppung im Jahre 2006.

Um das Buch wirklich zu lesen muss man sich schon für Dog Chapman interessieren, oder ihn zumindest kennen und irgendwie mögen, denn für alle anderen ist es wohl nicht das Richtige. Denn es nervt schon hin und wieder. Dog Chapman ist ein gläubiger Christ und entsprechend häufig ist auch Gott für alles verantwortlich was ihm passiert und Dog dankt es ihm mit ständigen Lobpreisungen. Es ist schön für Dog, dass er so sehr an seinem Glauben hängt, aber für ungläubige Heiden wie mich ( *043* ) war es hin und wieder ziemlich anstrengend und nervig.

Allerdings wars das auch schon mit dem nervigen und uninteressanten Teil des Buches, denn, wie ich schon vermutet hatte ist Dog Chapmans Leben nicht gerade das normalste und so fand ich es doch sehr interessant zu lesen, wie er von einem Kriminellen, der wegen Mord im Gefängnis saß zu einem der berühmtesten Kopfgeldjäger der Welt wurde. Das Buch enttäuscht einen nicht. Abgesehen von kleinen Hängern im Mittelteil fand ich es sehr spannend und gut geschrieben.

Wie ich sagte: Für Dog Fans und Leser, die an seinem Leben interessiert sind ist das Buch sicher nicht verkehrt, aber ich kann mir vorstellen, dass ein “Unbehelligter” damit nichts anfangen könnte. Ich vergebe trotzdem vier Sterne, denn mir hat das Buch trotz der kleinen Mängel recht gut gefallen. Ich überlege sogar, ob ich Dogs zweites Buch Where Mercy Is Shown, Mercy Is Given lesen soll?

von Sally am Freitag, 29 April, 2011 um 11:47 Uhr
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» Carlo Pedersoli – Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme

Geschrieben von Sally am Samstag, 23 April, 2011 | 792 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Altrimenti mi arrabbio. La mia vita
Genre: Biographie
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 14. April 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 240
Verlag: Schwarzkopf
ISBN: 978-3862650415
Preis: 19,95€
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Inhalt: Mein Leben, meine Filme – Die Autobiografie ist Bud Spencers spannender Rückblick auf sein Leben. An seinem 80. Geburtstag begibt sich der Schauspieler nach einem Anruf in das Hallenbad seiner Jugend, wo ein gutaussehender, unerlaubt rauchender und leicht überheblicher Schwimmsportler Anfang 20 auf ihn wartet – er selbst. Erzählerisch lässt Bud Spencer die Stationen seines Lebens für sein jüngeres Ich Revue passieren: Carlo als Kind in Neapel, die prägenden Jahre in Rom, die Zeit in Südamerika, seine Schwimmerfolge, das Studium, die Familie, die Geburt von “Bud Spencer”, die Zusammenarbeit mit Terence Hill, seine Solokarriere und die vielen Unternehmungen, mit denen er sich immer wieder selbst herausforderte. In seiner humorvoll geschriebenen und mit vielen Anekdoten gespickten Autobiografie zeigt sich Bud Spencer von seiner ganz persönlichen Seite. Der Autor Carlo Pedersoli ist dabei so imposant und warmherzig wie die Helden seiner Filme.

Rezension: Jahrelang haben viele begeisterte Fans darauf gewartet. Irgendwann musste sie ja mal geschrieben werden: Die Autobiographie von Carlo Pedersoli, vielen besser bekannt als Bud Spencer, der in den 70er und 80er Jahren viele erfolgreiche Filme gedreht hat, wie die Plattfuß Reihe, “Heute ich…morgen du”, “Die letzte Rechnung zahlst du selbst” , “Banana Joe” oder “Sie nannten ihn Mücke”. Die Meisten kennt Bud Spencer aber wohl hauptsächlich durch Filme wie “Die rechte und die linke Hand des Teufels”, “Vier Fäuste für ein Halleluja”, Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle” oder “Vier Fäuste gegen Rio”, die er  zusammen mit seinem Filmpartner Terence Hill, der mit bürgerlichem Namen Mario Girotti heißt, drehte und die noch heute von Jung und Alt liebend gerne gesehen werden. Ich für meinen Teil bin ein sehr großer Bud Spencer und Terence Hill Fan und es war klar, dass ich dieses Buch sofort haben musste.

Das Buch ist genaugenommen eine Erzählung. Der 80 jährige Carlo Pedersoli trifft an seinem Geburtstag sich selbst. Nur ist sein Gegenüber 60 Jahre jünger. Der erfahrene Carlo erzählt seinem jungen Selbst seine Lebensgeschichte. Damit beginnt das Buch. Diese Herangehensweise finde ich sehr originell und fast schon “niedlich” (Auch, wenn das wahrscheinlich der falsche Ausdruck ist) aber wie der alte Carlo mit dem Jungen umgeht ist wirklich sehr herzlich und eine wunderbare Einführung in Carlo Pedersolis Leben.

Das Buch beginnt, wie fast jede Biographie mit Pedersolis Geburt, seiner Zeit in Neapel, über die Kriegszeiten, in der seine, vormals reiche Familie eine schwere Zeit durchlebt über seiner Karriere als Schwimmer bis hin zu seinen erfolgreichen Schauspielerjahren in Soloprojekten und mit Terence Hill. Ich kannte im Vorfeld schon vieles aus Carlo Pedersolis Leben, aber in seiner Biographie erzählt er aus seiner eigenen Sicht und ich war ziemlich schnell sehr erstaunt, was dieser Mann in seinem Leben schon alles gemeistert und gemacht hat. Er war Olympiaschwimmer, arbeitete im tiefsten Dschungel am Amazonas, lebte in Brasilien, studierte Chemie und ist ein begeisterter Hobbymusiker. Ausser Ballett, so sagt er in seinem Buch, hat er alles gemacht.

Ich hatte Angst, dass er mir wohlmöglich etwas unsympathisch werden könnte, wenn ich seine Biographie lese und ich ihn dann mit anderen Augen sehe, denn viele Menschen, gerade Schauspieler, stellt man sich ja immer anders vor als sie wirklich sind. Aber meine Bedenken waren unbegründet. Carlo Pedersoli kam mir sehr sympathisch vor, genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Krönung kam natürlich noch, als er mir seine Autobiographie persönlich signierte…aber mit dem Buch selber hat das ja nichts zu tun *033*

Letztendlich war mir das Buch mit seinen 240 Seiten viel zu kurz. Dennoch habe ich es genossen es zu lesen und würde es jederzeit jedem Bud Spencer Fan wärmstens empfehlen. Jetzt bleibt mir nur noch auf Terence Hills Biographie zu warten *033*

von Sally am Samstag, 23 April, 2011 um 21:25 Uhr
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» Antonia Michaelis – Der Märchenerzähler

Geschrieben von Sally am Freitag, 22 April, 2011 | 692 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Der Märchenerzähler
Genre: Erzählung, Kinder- und Jugendliteratur
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: Februar 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 446
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3789142895
Preis: 16,95€
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Inhalt: Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Rezension: Von Der Märchenerzähler habe ich in den letzten Wochen viel in den verschiedensten Blogs gelesen. Alle waren restlos begeistert und hingerissen. Sogar von Tränenausbrüchen während des Lesens habe ich gehört Natürlich habe ich mich gefragt, was das Buch an sich, oder viel mehr in sich hat, dass so viele Blogger und Leser so begeistert und sogar zu Tränen gerührt sind? Also habe ich es mir in einer schwachen Stunde als Frustkauf genehmigt und auch direkt angefangen zu lesen, bevor die befürchtete Leseunlust wieder eintritt und ich nie dazu komme es zu lesen.

Anna Leemann bereitet sich auf ihr bevorstehendes Abi vor. Nie hat sie sich wirklich für den so genannten polnischen Kurzwarenhändler, wie ihn ihre Mitschüler nennen, Abel Tannatek interessiert, der als Drogendealer an der Schule verschrien ist und schon immer ein gemiedener Aussenseiter war. Doch irgendwann fällt er ihr auf und sie lernt ihn als fürsorglichen Bruder und begnadeten Märchenerzähler kennen. Doch es passieren merkwürdige Dinge um ihn herum und Anna zweifelt, wen sie da vor sich hat.

Was mir als erstes an dem Buch auffiel war der gewöhnungsbedürftige Schreibstil von Antonia Michaelis, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte. Gerade im ersten Kapitel, das den Leser direkt in eine eher verwirrendere Handlung wirft stockte ich hin und wieder. Michaelis beschreibt viele kleine Dinge sehr… ich würde fast sagen poetisch und mit einem anderen Blick auf die Dinge. Das kennt man von vielen Autoren nicht, darum musste ich mich erst daran gewöhnen. Geht sie aber dann in die alltäglichen Handlungen von Anna über, schreibt sie sehr flüssig und anregend und ich hatte Mühe das Buch aus der Hand zu legen.

Der Plot selbst ist sehr fein und logisch aufgebaut. Auch, wenn ich manche Handlungen und Gedanken von Anna nicht wirklich nachvollziehen konnte, hat mir die Struktur und der Ablauf der Handlungen sehr gut gefallen. Das Buch wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig und die Geschichte, die Abel seiner kleinen Schwester Micha und Anna erzählt war wahnsinnig toll. Antonia Michaelis hat sich dabei reichlich Mühe gegeben, auch wenn diese kleine Geschichte der “kleinen Klippenkönigin” nur ein nebensächliches, wenn auch wichtiges Fragment der Geschichte ist. Sozusagen eine Geschichte in der Geschichte. Genaugenommen fand ich also beide Geschichten sehr spannend. Sowohl Annas Geschichte, als auch die Geschichte der kleinen Klippenkönigin.

Letztendlich ist Der Märchenerzähler ein wirklich gutes, spannendes und lesenswerte Buch an das ich bestimmt noch das eine oder andere Mal zurückdenken werde.

von Sally am Freitag, 22 April, 2011 um 17:36 Uhr
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