» Wind und Sterne

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Originaltitel: Captain James Cook
Premiere: 1987
Dt. Start: /
Genre: Drama, History
Laufzeit: 400 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Lawrence Gordon Clark
Drehbuch: Peter Yeldham
Amazon
Darsteller: Keith Michell (James Cook), John Gregg (Joseph Banks), Erich Hallhuber (John Gore), Jacques Penot (Charles Clerke), Barry Quinn (Leutnant Hicks), Steven Grives (Gibson), Carol Drinkwater (Elizabeth Cook), Fernando Rey (Admiral Hawke), Xavier Elorriaga (Lord Sandwich)
Inhalt: Der Botaniker Joseph Banks erhält 1768 von der britischen Admiralität den Auftrag in den Pazifik zu reisen. An Bord der “Endeavour” hat Kapitän James Cook das Sagen. Nach einer Reise von acht Monaten erreicht die Expedition Tahiti. Von dort geht es Monate später weiter nach Neuseeland. Erste Krankeheiten grassieren unter der Besatzung, und nur unter großen Anstrengungen gelingt die Rückkehr nach England. Auf einer zweiten Entdeckungsreise stößt Cook mit seinen Schiffen bis in die Polarregionen vor. Eigentlich sollte dies seine letzte Reise werden, doch ein neu ausgelobtes Preisgeld zur Entdeckung der Nordwest-Passage lässt ihn umdenken. Ungewollt landet er in Hawaii, wo es zu massiven Konflikten mit den Ureinwohnern kommt.
Trailer (ARD Werbetrailer zur DVD Veröffentlichung):
Rezension: Als ich am Wochenende meinen Vater besuchte schaute er sich gerade auf Arte den Mehrteiler Wind und Sterne über die drei Südseereisen des James Cook an. Auf den ersten Blick hielt ich den Film für so eine verstaubte, kurzweilige Verfilmung mit schlechten Schauspielern, aber ich hab ihn mir einfach mal mit angesehen und war begeistert.
Wind und Sterne ist ein vierteiliger deutsch/australischer Film aus dem Jahre 1987. Er beginnt in Teil 1 1768 mit der Begegnung des Botanikers Joseph Banks und dem Kapitän James Cook, die sich gemeinsam auf eine Reise durch den Pazifik machen und endet mit Teil 4 im Jahre 1779 nach James Cooks Tod. Er umfasst die drei Südseereisen die James Cook unternahm um für England neue Gebiete zu erschließen und die Welt zu kartopgraphieren.
Obwohl der Film 1987 gedreht wurde ist er ziemlich gut gemacht für diese Zeit und weist vorallem phantastische Bilder auf, die den Zuschauer das ein oder andere Mal staunen lassen. Beeindruckt hat mich auch die Detailgenauigkeit, mit der die Schiffe, die wunderbaren Kostüme und das historische London dargestellt wurden. Die schauspielerischen Leistungen waren auch durchweg positiv. Vorallem Keith Michell, der übrigens auch einen ziemlich guten Henry VIII. in vielen Filme und Serien gespielt hat, als Captain James Cook war hervorragend.
Für Fans von Seefahrt und detailgetreuen Verfilmungen historischer Personen ist Wind und Sterne bestens geeignet und sehr unterhaltsam und informativ. Damals hat man wohl mehr darauf geachtet, dass biographische Verfilmungen auch der Realität entsprechen und nicht zur Hälfte fiktiv sind.
Die DVD ist recht teuer, mit 28,95€ bei Amazon, aber ich denke, das werd ich mir dann auch noch irgendwann leisten, weil ich den Film leider nicht von der ersten Minute an sehen konnte. Der Rest hat mich aber vollkommen überzeugt.
» New Moon – Biss zur Mittagsstunde

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Originaltitel: The Twilight Saga: New Moon
Premiere: 20. November 2009 (USA)
Dt. Start: 26. November 2009
Genre: Romance, Fantasy, Literaturverfilmung
Laufzeit: 131 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Chris Weitz
Drehbuch: Stephenie Meyer, Melissa Rosenberg
Darsteller: Kristen Stewart (Bella Swan), Robert Pattinson (Edward Cullen), Taylor Lautner (Jacob Black), Ashley Greene (Alice Cullen), Peter Facinelli (Dr. Carlisle Cullen), Elizabeth Reaser (Esme Cullen), Kellan Lutz (Emmett Cullen), Nikki Reed (Rosalie Hale), Jackson Rathbone (Jasper Hale), Bronson Pelletier (Jared), Alex Meraz (Paul), Kiowa Gordon (Embry Call), Billy Burke (Charlie Swan), Chaske Spencer (Sam Uley), Edi Gathegi (Laurent)
Inhalt: Anders als erhofft finden die jungen Liebenden Bella Swan und Vampir Edward Cullen keine Ruhe. Die Zweisamkeit und die Nähe zu den Vampiren ist vor allem für Bella eine große Gefahr. Deswegen beschließt Edward, sie zu verlassen und zu verschwinden. Bella ist völlig am Boden zerstört, doch findet sie bald Halt bei ihrem indianischen Jugendfreund Jacob Black. Damit ist die Gefahr allerdings noch nicht gebannt und so findet sich Bella bald zwischen den Fronten eines Kampfes zwischen Vampiren und Werwölfen wieder.
Trailer:
Rezension: Für die ganzen Fangirlies, die sicher heulen werden, weil das hier ja so fürchterlich ungerecht ist und soooo blöd , dass andere Leute ihren Edwardschnuckiputzi schrecklich finden, tut es mir ja echt wahnsinnig leid, aber ich fand New Moon rein gar nicht berauschend. Eher im Gegenteil. Zum Einschlafen ist dieser Film sicher ganz gut geeignet.
Ich bewerte diesen Film nicht hauptsächlich als Literaturverfilmung, denn ich habe das Buch nicht komplett lesen können, weil es mich irgendwann so dermaßen genervt und aggressiv gemacht hat, dass ich es letztendlich in der hinterste Ecke meines Bücherregals begraben habe und es dort hoffentlich auch nicht wieder raushole. Obwohl ich sagen muss, dass die Verfilmung bis zu dem Punkt, als ich das Buch abgebrochen habe angemessen und nahe an der Vorlage war. Sowas ist schon wichtig bei einem Film, der auf einem Roman beruht.
Der Anfang von New Moon war ok. Ich konnte mich recht schnell in die Geschichte einbringen und war wieder mitten drin, obwohl ich Twilight das letzte Mal damals im Kino gesehen habe und das Buch ungefähr zur selben Zeit beendet hatte. Er war auch spannend, jedenfalls habe ich mich nicht so unglaublich gelangweilt wie zum Schluss. Die Emotionen, die Bella verspürt, als Edward und die Cullens sie verlassen kommen im Film sehr gut rüber. Nicht durch das schauspielerische Talent von Kristen Stewart, sondern eher durch die vielen Szenen, in denen sie einfach nur ins leere starrt und die Albträume, die sie Nacht für Nacht quälen. Als sie herausfindet, dass sie Edward sehen kann, wenn sie ihr Leben aufs Spiel setzt schwankt sie zwischen tiefer Trauer und unglaublich dämlicher Lebensmüdigkeit. Irgendwann nervte mich als Zuschauer dieses Wechselbad. Ich kann mir ja vorstellen, dass man sich schlichtweg beschissen fühlt, wenn man seine große Liebe verliert (Meine große Liebe habe ich zwar noch nicht verloren und wenn ich kleinere Lieben verloren habe, war ich eher wütend und fragte mich, warum ich mit sojemandem meine Zeit verplempert habe), aber wie charakterlos und naiv muss ein Mensch sein, dass er Monate und Monate nur trauert, Freunde vernachlässigt und solche Aktionen veranstaltet? Man kann doch echt übertreiben.
Was die schauspielerischen Leistungen anbelangt muss ich mich wirklich mal über Kristen Stewart beschweren. Eine gute Schauspielerin ist sie nicht. Ihre Mimik und ihre Gestik wirken viel zu häufig ungeschickt und lassen mich eher lachen, als die Figur zu verstehen, die sie verkörpert. Ausserdem ist es manchmal wirklich schrecklich nervig, dass sie ständig ihren Mund geöffnet hat. Robert Pattinson kauft man den hin und hergerissenen Vampir wohl ab, aber eine Glanzleistung sieht auch anders aus. Gefreut habe ich mich über die (wenn auch kleine) Rolle, die mit Dakota Fanning besetzt wurde, auch wenn sie in ihrer spärlichen Rolle der Jane nicht besonders glänzen konnte; Ich mag sie ganz gerne. Und Ashley Greene als Alice Cullen war mir ebenfalls durchweg sympathisch. Über Taylor Lautner und seine Werwolfkumpels möchte ich mich nur so weit äußern, dass sie gut daran taten ihre Hemden auszuziehen, weil man dann von gewissen Defiziten in ihrem Schauspiel abgelenkt war, auch, wenn es mehr als lächerlich war, dass sie die ganze Zeit oben ohne durch die Gegend gerannt sind.
Wo der Anfang noch spannend war, wurde es zum Ende hin immer langweiliger und langweiliger und langweiliger, bis ich mir wünschte, dass dieser Film endlich, endlich vorbei wäre. Die Zusammenkunft mit den Volturi sollte sicher spannend und faszinierend für den Zuschauer sein, ich fand es öde und möchte da den Mann zitieren, der vor mir saß und sich mit seinen zwei Freunden, die auch von ihren Frauen gezwungen wurden den Film zu sehen, köstlich über den Film amüsiert haben: “War ja klar. Drei offensichtlich homosexuelle Vampire mit beschissenen Frisuren haben das Sagen”.
Die Special Effects und die Visual Effects des Filmes waren ok. Besonders gefallen haben mir die Wölfe. Die waren richtig gut und faszinierend, beinahe auch gruselig dargestellt. Den Soundtrack fand ich einfach nur schrecklich, dafür ist positiv zu erwähnen, dass die Drehorte gleich geblieben sind (Was ja nicht mehr unbedingt üblich ist in Fortsetzungen) und dass diese Drehorte wirklich sehenswert sind.
Worüber ich mich ausnahmsweise nicht äußern will ist die altmodische und prüde Einstellung des Filmes und die fragwürdige Ideologie der Autorin Stephenie Meyer. Das haben schon andere ganz hervorragend gemacht und dort schließe ich mich an.
Die zwei Sterne, die ich dem Film gebe sind letztendlich aber gute Sterne für die offensichtlich gelungene Umsetzung von Buch zu Film, die Spannung am Anfang und das Beibehalten alter Schauspieler, Drehorte und Requisiten, aus dem ersten Teil (Den ich persönlich übrigens besser fand). Ich werde mir die nächsten Teile der Reihe aber auch in Filmform antun, den nun habe ich immerhin auch schon Teil 2 gesehen, da kann ich die anderen Beiden auch noch aushalten (Und es braucht auch keiner schnippisch zu fragen warum ich das tue, wenn ich die Filme/Bücher doch nicht mag. Ich tus einfach, weil ich es kann und weil es meine Entscheidung ist). Ein Fan von Twilight oder gar von Stephenie Meyer (Die, wie ich finde ganz schrecklich schreibt) werde ich aber ganz bestimmt nicht. Für Twilight Fans muss dieser Film ja was ganz was Tolles sein. Für Leute, die sich gerne was anspruchsvolles im Kino ansehen möchten und dabei nicht ihr Hirn an der Popcorntheke zurücklassen wollen ist New Moon allerdings rein gar nichts. Auch eine Literaturverfilmung kann nicht gut sein, wenn die Vorlage so mies ist.
» Gesetz der Rache

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Originaltitel: Law Abiding Citizen
Premiere: 16. Oktober 2009 (USA)
Dt. Start: 19. November 2009
Genre: Action, Thriller
Laufzeit: 109 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
Regie: F. Gary Grey
Drehbuch: Kurt Wimmer
Darsteller: Gerard Butler (Clyde Shelton), Leslie Bibb (Sarah Lowell), Jamie Foxx (Nick Rice), Bruce McGill (Jonas Cantrell), Colm Meaney (Detective Dunnigan), Regina Hall (Kelly Rice), Christian Stolte (Clarence Darby), Josh Stewart (Rupert Ames), Gregory Itzin (Warden Iger), Dan Bittner (Sereno), Richard Portnow (Bill Reynolds), Annie Corley (Judge Burch)
Inhalt: Der gutbürgerliche Clyde Shelton wird eines Nachts von Einbrechern überfallen, die seine Frau und seine Tochter auf grausame Weise ermorden. Die Täter werden schon bald gefasst, doch Shelton steht vor einem Scherbenhaufen. Da nimmt sich der ambitionierte Staatsanwalt Nick Rice des Falls an, der sich jedoch gezwungen sieht, die Strafverhandlung zu Gunsten des Mörders und zum Nachteil dessen Komplizen zu führen. Ersterer kommt dadurch mit einem blauen Auge davon. Doch Shelton kann die Sache nicht ruhen lassen und sorgt für seine ganze eigene Vorstellung von Gerechtigkeit.
Trailer:
Rezension: Ich bin ja schon froh, dass es endlich mal wieder einen Film im Kino gibt, für den es sich lohnt die warme Wohnung zu verlassen um in Wind und Wetter zum Kino zu gelangen, bei all dem Mist der da im Moment läuft. Gesetz der Rache ist zwar eher ein ganz normaler Action Thriller, aber er hat Momente, die es lohnend machen sich ihn anzusehen.
Das Meisterwerk dieses Filmes ist offensichtlich der Trailer, der wirklich spannend und auffordernd zusammen geschnitten ist. Er ist auf jeden Fall ziemlich “Muss ich gucken” fordernt und nichtmal von solchen Trailern gibt es im Moment welche im Kino. Wenn ich da an den sterbenslangweiligen Trailer zu Prince of Persia denke, der eigentlich vollgepropt ist mit actionreichen, vielleicht auch faszinierenden Szenen, aber so dermaßen unspektakulär ist, dass man nur den Kopf schüttelt und sich fragt: Welcher Idiot hat bitte das zusammen gestellt?, wird mir eher schlecht auf die mieserable Aussicht der Filme in nächster Zeit.
Gerard Butler spielt die Rolle des gesetzestreuen, gutbürgerlichen Clyde Shelton, dessen Familie bei einem Überfall brutal ermordet wird. Daraufhin wendet er sich an die Staatsanwaltschaft, die den Mörder und seinen Komplizen bald darauf festnehmen und verurteilen. Durch einen Deal mit der Staatsanwaltschaft gelingt es dem Mörder, Clarence Darby eine Haftstrafe von 5 Jahren auszuhandeln, während sein Komplize die Todesstrafe bekommt. Shelton findet dieses Verfahren nicht gerecht. Er verlangt, dass auch Darby eine höhere Strafe bekommt. Denoch ist der Deal abgeschlossen. Ames wird hingerichtet und Darby kommt nach ein paar Jahren wieder aus dem Knast. Shelton, der immer an Gesetze und Gerechtigkeit geglaubt, und dem Staatsanwalt in diesem Fall, Nick Rice (Jamie Foxx) vertraut hat ist zutiefst erschüttert und beginnt seine grausame Rache an Darby, Ames, Rice, der Richterin und allen zu planen, die Deals mit Mördern machen.
Gerard Butler spielt diese Rolle wirklich gut. Er schafft den Sprung vom wehr- und hilflosen Familienvater, der mit ansieht, wie seine Frau und seine kleine Tochter getötet werden, über den verzweifelten Kläger bis hin zum kaltblütigen, Rache nehmendem Mörder sehr gut. Anfangs ist wohl auch jeder Zuschauer 100%ig auf seiner Seite. Man sitzt dort und lächelt, während Shelton Darby erzählt welche grausamen Handlungen er an ihm vornehmen möchte. Nicht, weil man es toll findet, wenn Menschen solche Schmerzen erleiden, sondern weil man es gerecht findet. Gerechter jedenfalls als die Strafe, die dem Mörder einer Frau und eines Kindes vom Staat auferlegt wurde. Schnell jedoch geht Shelton so weit, dass man sich fragt: Wie weit darf man gehen und wann hat man es übertrieben? Das ist der Punkt des Filmes, in dem er von einem soliden Rachethriller zu einem ganz normalen Actionfilm wird, in dem sich Gut und Böse verschieben und man von nun an wohl auf der Seite der Polizei und des Staates sein muss. Das ist wirklich sehr schade, den dadurch verliert der Film zwei wichtige, besondere Merkmale: Die Rache und die Kritik am Staat, die dieser Film dem Zuschauer näher bringen soll.
Jamie Foxx hat seine Sache ebenfalls gut bewältigt, in Leslie Bibb habe ich dummerweise ständig Alicia Billington gesehen, ihre Rolle in Shopaholic und das machte es mir etwas schwer ihre Rolle ernst zu nehmen, auch, wenn sie mir ganz gut gefallen hat. Ganz besonders gefreut hat mich die Besetzung des Detective Dunnigan, der von Colm Meaney gespielt wird, den ich bis jetzt hauptsächlich aus der Buchverfilmung der Vom Winde verweht Fortsetzung Scarlett kenne. Ihn in einer anderen Rolle zu sehen war definitiv interessant. Die kleine Besetzung von Clarence Darby (Christian Stolte) war ebenso gelungen. Er ist die Person in diesem Film, die man überhaupt nicht mögen soll und das bekommt er ziemlich gut hin. Ich persönlich fand ihn sogar so richtig ekelig und war froh, als seine Rolle endlich das bekommen hat, was sie verdient.
Gesetz der Rache hat letztendlich aber alles, was ein guter Actionthriller braucht. Gute Ideen, eine ansprechende Umsetzung, fähige Darsteller und Humor kommt auch nicht zu kurz. Dazu gibt es einen durchaus ansehnlichen, knackarschigen Gerard Butler für die Frauen, dessen Rückseite man einige Sekungen lang nackt begutachten kann. Danke dafür. Allerdings schwächelt das Drehbuch in der zweiten Hälfte extrem und das kostet den Film die zwei Sterne. Wer einen soliden Actionfilm sehen möchte ist mit Gesetz der Rache ziemlich gut beraten. Wer es auf einen schönen Rachefilm abgesehen hat, kann den Film höchstens mit einigen Abstrichen ansehen um nicht vollends enttäuscht zu werden.
» 2012

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Originaltitel: 2012
Premiere: November 2009 (USA)
Dt. Start: 12. November 2009
Genre: Drama, Action, Sci-Fi
Laufzeit: 158 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Roland Emmerich, Harald Kloser
Darsteller: John Cusack (Jackson Curtis), Chiwetel Ejiofor (Adrian Helmsley), Oliver Platt (Carl Anheuser), Amanda Peet (Kate Curtis), Thandie Newton (Laura Wilson), Thomas McCarthy (Gordon Silberman), Woody Harrelson (Charlie Frost), Danny Glover (Präsident Thomas Wilson), Liam James (Noah Curtis), Morgan Lily (Lilly Curtis), Zlatko Buric (Yuri Karpov), Beatrice Rosen (Tamara), Alexandre Haussmann (Alec), Philippe Haussmann (Oleg), Johann Urb (Sasha)
Inhalt: 2009. Die Erde stirbt. Drei Jahre noch, dann: Bumm! Die amerikanische Regierung weiß es und trifft Vorbereitungen für den Fortbestand der menschlichen Art. Fest steht aber auch, dass nur ein Bruchteil der Menschheit gerettet werden kann. Familienvater Jackson Curtis stößt bei einem Ausflug mit seinen beiden Kindern auf einen bizarren Wissenschaftler, der ebenfalls vom Ende der Welt kündet. Doch erst als Jackson in Los Angeles miterlebet, wie sich der Boden vor ihm öffnet, will er den Zeichen der Zeit glauben. Und nimmt den Überlebenskampf auf.
Trailer:
Rezension: Das der Maya Kalender 2012 endet ist Fakt. Ob dies nun aber das Ende der Welt einläutet ist nicht gewiss. Manche sagen ja, manche sagen nein, andere sind sich nicht sicher und dem Rest ist es egal. Emmerich hat sich entschlossen 2012 die Welt untergehen zu lassen und das ist etwas, das er nachweislich ziemlich gut kann. 2012 bringt neben einer guten, spannenden Story vorallem gewaltige Bilder mit und Effekte, die einen sabbern lassen.
Die Ereignisse werden aus zwei Sichtweisen erzählt. Zum einen begleitet man den jungen Wissenschaftler Adrian Helmsley, der in die Pläne der Staatsoberhäupter eingeweiht ist und ganz genau weiss, was dort auf ihn zukommt. Zum Anderen der weniger erfolgreiche Autor Jackson Curtis der zusammen mit seiner Ex-Frau, dessen Mann und seinen beiden Kindern Noah und Lilly ins Ungewisse flüchtet und ums Überleben kämpft. Dies ist wohl die beste Möglichkeit um einen solchen Film für den Zuschauer spannend zu machen. Während man vom Involvierten erfährt, was passiert und wann es passiert, ist man mit dem normalen Bürger und seiner Familie mitten drin im Geschehen und bekommt wirklich mit was dort los ist. Um dem Zuschauer aber das ganze Ausmaß der Zerstörung nahe zu bringen musste man die Protagonisten mitten hineinsetzen und so muss man sagen hat Jackson Curtis einfach viel zu viel Glück. Beispielsweise fährt er mit einer Limosine durch Los Angeles, das gerade in sich zusammen fällt. Plötzlich bricht vor ihm ein Wolkenkratzer ein und neigt sich auf die Straße. Allen Ernstes fährt Curtis weiter, benutzt Cobra 11 mäßig eine Rampe um durch ein Glasfenster quer durch das gerade zerschellende Gebäude zu fahren um durch die gegenüberliegende Glasfront auf die andere Seite der Straße zu kommen. Man kann es wirklich auch übertreiben. Dieses unverschämte Glück, das er den ganzen Film über hat nervt etwas, aber man will ja als Zuschauer wirklich mitten drin stecken. Ich denke anders hätte man es nicht unbedingt lösen können.
2012 behandelt neben der Zerstörung der Welt natürlich auch die Skrupellosigkeit der Menschen. Nur wichtige Politiker und Menschen, die mal eben eine Milliarde Dollar für ein Ticket über haben bekommen die Möglichkeit zu Überleben. Der restlichen Bevölkerung wird nicht einmal gesagt was mit ihnen passiert. Ich denke, dass es so bei einem Untergang der Welt wirklich ablaufen wird. Scheiß auf die normalen Menschen. Eine Welt ohne Volk braucht natürlich Politiker, die irgendwas regieren, was es dann nicht mehr gibt. Da 2012 ein Hollywood Film ist gibt es unter den zu überlebenden Wissenschaftlern und Politikern natürlich auch einen, der das gar nicht gut findet und es gibt den Präsidenten der Vereinigten Staaten, der, wie in jedem Katastrophen-Hollywood-Film bis zum bitteren Ende im Weißen Haus zurück bleibt, wie ein Kapitän auf dem sinkenden Schiff. Diese Stereotypen muss man bei solch einem Film einfach erwarten.
Die Effekte in diesem Film waren einfach unübertrefflich. Emmerich benutzte neue Technik für seine Special und Visual Effects und das sieht man. Mir standen mehr als einmal die Haare zu Berge und der Mund stand immer offen. Mehr kann man dazu einfach nicht sagen.
Was mir vorallem sehr gut gefallen hat ist wie Emmerich die Zerstörung der Welt beschrieb. Es fing an mit Erdbeben, die große Teile der Westküste der USA verschlangen, dann brach der Vulkan im Yellowstone Nationalpark aus und dann kamen die Tsunamis. Ich als Zuschauer saß da und habe mich gefragt: Wie will da überhaupt irgend jemand überleben? Für mich war das unmöglich soetwas zu überleben. Ich war natürlich schon überrascht, dass die Lösung, die dort für die Politiker und Reichen konstruiert wurde letztendlich recht simpel ist.
Die Schauspielerischen Leistungen waren ebenfalls durchweg gut. Besonders gefallen hat mir da John Cusack, der mir vorher nicht unbedingt zugesagt hat. Seine Rolle fand ich sehr sympathisch und gut chrakterisiert. Froh war ich auch über die Besetzung von Chiwetel Ejiofor, den ich zuletzt sehr gerne in American Gangster, Children of Men und meinem absoluten Lieblingsweihnachtsfilm Tatsächlich…Liebe gesehen habe. Gestört hat mich lediglich die Synchronstimme des Russen Yuri Karpov (gespielt von Zlatko Buric). Die war nämlich schlichtweg scheiße. Lustig, aber scheiße und das sage ich, obwohl ich es hasse, wenn man über Synchronisation meckert.
Ich habe mich schon seit Monaten auf diesen Film gefreut und ich bin zufrieden, dass er mir so gut gefallen hat. Für mich ist er wohl der beste Film 2009 und ich werde ihn mir definitiv noch einige Male ansehen. Ich finde, dass es jetzt aber auch mal an der Zeit ist einen Film zu drehen, vielleicht einen zweiten Teil, der behandelt, was die Überlebenden nach dieser Katastrophe machen. Sowas fänd ich auch sehr interessant, das erfährt man nämlich nie.
» Oben

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Originaltitel: Up
Premiere: 29. Mai 2009 (USA)
Dt. Start: 17. September 2009
Genre: Animation
Laufzeit: 96 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regie: Peter Doctor, Bob Peterson
Drehbuch: Bob Peterson
Darsteller (Stimmen): Edward Asner (Carl Fredricksen), Christopher Plummer (Charles Muntz), Jordan Nagai (Russell), Bob Peterson (Dug / Alpha), Delroy Lindo (Beta), Jerome Ranft (Gamma)
Inhalt: Carl Fredericksen hat Zeit seines Lebens mit seiner Frau davon geträumt, die Welt zu bereisen, Abenteuer zu erleben und in Südamerika die Paradise Falls zu besuchen. Immer ist etwas dazwischen gekommen. Nach dem Tod seiner Frau will der 78-Jährige die Pläne endlich in die Tat umsetzen, zumal sein Häuschen einer neuen Immobilie den Platz räumen soll. Begleitet von dem hartnäckigen Pfadfinder Russell macht er sich auf den Weg – inklusive seines Häuschens, das sich, an zahllosen Ballons aufgehängt, in die Lüfte schwingt.
Trailer:
Rezension: Endlich gibt es nach Wall-E wieder einen schönen Animationsfilm von Disney und Pixar. Oben ist der erste Film, der durch die Zusammenarbeit von Disney und Pixar entstanden ist. Ich konnte mir den Film heute in der Vorpremiere ansehen und bin begeistert. Die Zeiten in denen Disneyanimationsfilme einfach nur Kinderfilme sind, sind wohl definitiv vorbei. Disney und Pixar bringen immer wieder Filme raus, die sowohl die jungen Filmfreunde, als auch die Alten anspricht.
Bevor Oben überhaupt anfing gab es wieder einen traditionellen Kurzfilm. Diesmal ist es “Teilweise Wolkig”, natürlich auch eine Disney/Pixar Produktion. Dieser Kurzfilm spielt in einer Welt, in der Wolken Tier- und Menschenkinder erschaffen und sie den Störchen übergeben, die sie austragen. Eine Wolke allerdings hat den Job die weniger netten Tierchen zu erschaffen, wie Krokodile, Haie und Zitteraale und der zuständige Storch hat es damit nicht leicht. Oben lohnt sich alleine schon um Teilweise wolkig zu sehen, denn auch hier haben Disney/Pixar alles richtig gemacht. Ein wirklich niedlicher Kurzfilm, perfekt vor Oben.
Wie jeder Disney Film hat auch Oben viele Hochs und Tiefs, die sich immer wieder abwechseln. Der Film fängt meines erachtens wirklich sehr traurig an, nimmt dann an Abenteuer und Humor zu, wird kurzzeitig wieder etwas trübe und endet ganz hervorragend wie jeder andere Disney Film auch, mit einem Happy End, auch, wenn man sich das am Ende etwas anderes vorstellt.
Die Charaktere sind wieder sehr schön ausgemalt und gut durchdacht. So ist Carl Fredericksen, der knausriege, gemeine alte Witwer dem Zuschauer auf Anhieb sympathisch, obwohl er das eigentlich gar nicht ist. Russell, ein 8-jähriges übermotiviertes Scheidungskind passt überhaupt nicht zu Carl, aber beide zusammen perfekt in diesen Film. Hinzu kommen noch ein sprechender Hund, ein übergroßes Federvieh und der obligatorische Bösewicht und schon gibt es einen wunderbaren neuen Animationsfilm, der sich in jeder Hinsicht lohnt.
Da Oben die allerste Produktion von Disney und Pixar in kompletter Zusammenarbeit und Disney Fans führchteten, der Film könnte zu Pixar werde, Pixarfans hatten Angst vor zuviel Disney, aber Oben ist ein perfektes Zusammenspiel. Ich würde jedem emfehlen den Film zu sehen. Er ist wirklich sehenswert und ich bin schon gespannt auf den neuen Disney/Pixar Film.
» Gran Torino

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Originaltitel: Gran Torino
Premiere: 12. Dezember 2008 (USA)
Dt. Start: 5. März 2009
Genre: Action, Drama
Laufzeit: 116 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Nick Schenk
Darsteller: Clint Eastwood (Walt Kowalski), Cory Hardrict (Duke), Dreama Walker (Ashley Kowalski), Geraldine Hughes (Karen Kowalski), Brian Haley (Mitch Kowalski), Brian Howe (Steve Kowalski), Doua Moua (Fong/Spider), Sarah Neubauer (Paralegal), Nana Gbewonyo (Monk)
Inhalt: Der Vietnam-Veteran Walt Kowalski ist ein alter Knochen, der strikt an seinen rassistischen Vorurteilen gegenüber seinen ausländischen Nachbarn festhält. Als in seine durch und durch amerikanische Nachbarschaft koreanische Einwanderer ziehen, bestätigen diese zunächst seine Befürchtungen, zumal die Bandenkriminalität stetig zunimmt. Als der Nachbarsjunge versucht seinen 1972er Gran Torino zu stehlen versucht er den Jungen wieder auf den rechten Weg zu bringen und freundet sich mit seiner Familie an. Doch als deren Kinder von einer brutalen Gang bedroht werden, schreitet der Witwer entschlossen und mit voller Brutalität ein.
Trailer:
Rezension: Gran Torino lief in unserem Kino im Rahmen des VHS Filmclubs und desswegen haben mein Mann und ich ihn erst so spät sehen können. Schade, denn Gran Torino ist wirklich ein sehr gelungener Film, in jeglicher Hinsicht, den ich gerne schon früher hätte sehen wollen.
Clint Eastwood drehte Gran Torino 2008 nebenher zu seiner größeren Produktion Der fremde Sohn. Man sprach dem Film keine zu hohen Erfolgschancen zu, aber letztendlich schlug er besser ein als Der fremde Sohn und war sowohl bei den Kritikern, als auch bei den Zuschauern sehr beliebt. Zu recht. Gran Torino ist ein sehr spannender Film, gepaart mit einer guten Portion amerikanischem Humor und auch die Dramatik kommt nicht zu kurz. Die Dialoge sind gut gewählt und bringen die Charaktere sehr gut rüber.
Clint Eastwood in der Hauptrolle seines Filmes glänzt da besonders. Ihm hat man die Rolle des verbitterten, alten Witwers und Vietnam-Veteranen abgekauft. Dies soll die letzte Rolle des 79 Jahre alten Eastwoods vor der Kamera sein und ein besseres Karriereende könnte man sich eigentlich nicht wünschen. Auch die anderen Schauspieler dieses Filmes sind nicht zu verachten, obgleich man von ihnen bis jetzt noch eher wenig gesehen und gehört hat.
Das Ende hätte ich mir gerne anders gewünscht. Ich wusste, dass es so kommen musste, das war irgendwie unausweichlich, aber anders hätte es mir besser gefallen. Das ist für mich aber kein Grund dem Film einen Stern abzuziehen.
Gran Torino lohnt sich auf jeden Fall. Sollte man mal gesehen haben.





