Archiv der Kategorie ‘Buchrezensionen’

» Richard Adams – Watership Down

Geschrieben von Sally am Freitag, 25 März, 2011 | 589 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: Watership Down
Genre: Erzählung, Tierfantasy
Reihe: Watership Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum: 26. Juli 1973
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 480
Verlag: Puffin Books
ISBN: 978-0140306019
Preis: 7,30€
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Inhalt: Fiver could sense danger. Something terrible was going to happen to the warren – he felt sure of it. So did his brother Hazel, for Fiver’s sixth sense was never wrong. They had to leave immediately, and they had to persuade the other rabbits to join them. And so begins a long and perilous journey of a small band of rabbits in search of a safe home. Fiver’s vision finally leads them to Watership Down, but here they face their most difficult challenge of all…

Rezension: Auf Watership Down habe ich mich schon sehr gefreut. Viele kennen den Film Unten am Fluss. Den habe ich als Kind gesehen und er hat mich irgendwie sehr erschreckt. Umso gespannter war ich natürlich auf das Buch.

Ich habe fast zwei Wochen für das Buch gebraucht und ich weiss nicht wirklich warum. Es lässt sich sehr leicht lesen. Die Story ist sehr durchwachsen. Gähnende Langeweile wechselt sich ab mit Spannung und Action und hin und wieder erzählen sich die Kanninchen gegenseitig Geschichten, die ich für sehr geschickt und auflockernd hielt. Dennoch habe ich beim Lesen irgendwie nichts empfunden. Das war sehr merkwürdig. Ich habe weder mit den Kanninchen mitgelitten, noch hat das Buch mich gedrängt es unbedingt weiterzulesen. Selbst an der spannendsten Stelle konnte ich es problemlos für ein paar Tage beiseite legen ohne weiter darüber nachzudenken. Ein Buch, das mich so kalt gelassen hat habe ich noch nie gelesen. Ich finde das sehr sehr schade.

Dabei ist Watership Down objektiv betrachtet eigentlich kein schlechtes Buch. Wie bereits erwähnt bringt es viel mit für den Leser aber vielleicht bin ich auch nicht mehr die richtige Zielgruppe oder ich war gerade nicht in der Stimmung dafür. Ich kann mir das nicht erklären. Mehr kann ich kaum zu dem Buch sagen.  Letztendlich muss ich das Buch ja irgendwie bewerten und das ist jetzt extrem schwer, darum gebe Watership Down drei von fünf Sternen, denn ich fand es ja eigentlich nicht schlecht, aber vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht. Weniger als drei Sterne wären wahrscheinlich nicht gerechtfertigt, denn eigentlich ist der Plot ja ja wirklich gut, durchdacht und mal was anderes, als die typischen Tierbücher. Aber für vier oder gar fünf Sterne hat es mich einfach zu kalt gelassen. Möglicherweise lese ich Watership Down irgendwann in ein paar Jahren nochmal, vielleicht kann ich mir dann eine bessere Meinung bilden.

von Sally am Freitag, 25 März, 2011 um 14:14 Uhr
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» Richard Laymon – Der Käfig

Geschrieben von Sally am Samstag, 19 März, 2011 | 1277 views. | 5 Kommentare


Originaltitel: Amara
Genre: Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: April 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 512
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453435308
Preis: 9,99€
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Inhalt: Vor langer Zeit war sie eine Herrscherin. Jetzt ist sie nur noch eine vertrocknete Mumie. Bis die Siegel zerbrochen werden, die sie in ihrem Sarkophag gefangenhalten. Die Untote macht sich auf einen blutigen Rachefeldzug durch das heutige Kalifornien.

Rezension: Ohne zu übertreiben kann ich sicher behaupten, dass Der Käfig wohl eines der besten Bücher von Richard Laymon überhaupt ist. Obwohl mich der Klappentext nicht so angesprochen hat, habe ich es wegen akuter Lesekrise doch mal gelesen, denn Laymon ist eine gute Waffe gegen Lesekrisen. Ansonsten hab ichs nicht so mit wandelnden Mumien (ausser Brendon Fraser spielt die Hauptrolle1 ) darum habe ich nicht vermutet, dass mir das Buch so sehr gefallen würde.

Es ist sehr schwer eine detaillierte Inhaltsangabe zu liefern, denn auf den 512 Seiten lernt man extrem viele Charaktere kennen und man begleitet sie durch manche Kapitel auf ihren Wegen. Da gibt es zum Beispiel die Kuratorin Susan Connors, die im Charles-Ward Museum für die agyptische Sammlung verantwortlich ist, als die Mumie Amara plötzlich verschwindet und drei Leichen der Wachmänner zurücklässt. Taggart Parker, Susans Freund ist Polizist und auf der Suche nach dem Dieb, der Amara gestohlen und die Wachmänner getötet hat. Ed Lake wird von seiner Freundin des Nachts mitten in der Pampa ausgesetzt und findet sich, nachdem man ihn niedergeschlagen hat zusammen mit zwei anderen, der hübschen Virginia und Marco in einem Käfig wieder. Dort werden sie gezwungen Dinge zu tun und bestraft, wenn sie nicht akurat erledigt werden. April Vallsarra, eine blinde Frau, die ganz alleine in den Bergen in ihrer Villa wohnt und sich nach Gesellschaft sehnt. Mable, ein dickes Mädchen, das offenbar irgendeine Störung hat und hoffnungslos in Taggart Parker verliebt ist und sich an Susan rächen will, weil er sie liebt und nicht Mable. Grace und ihre Schwester Pix sind zusammen mit Graces Freund Cody aus South Carolina und von Graces und Pix’ brutalem Stiefvater abgehauen und nach Los Angeles gefahren auf der Suche nach einer Zukunft und Arbeit und dann gibt es da noch Imad, den Ziehsohn von Robert Callahan, der Amara vor vielen Jahren aus ihrer Grabkammer geborgen hat und um ihr dunkles Geheimnis weiss.

Wenn man das so liest könnte man denken, man würde erschlagen werden von dieser Überzahl an Charakteren auf nur 500 Seiten und komplett den Überblick verlieren. Dem ist nicht so. Eines von Laymons vielen Talenten ist es Handlungen so geschickt zu verweben, dass, egal wieviel Input der Leser bekommt er niemals die Kontrolle oder den Überblick verliert. Er verwebt die unzähligen Stränge so, dass er damit ungeheure Spannung aufbaut und mich die ganze Zeit weiter zum Lesen getrieben hat. Jeder einzelne Charakter hat seine eigene Geschichte und fügt sich perfekt in den Plot ein. Ich hatte etwas Bedenken, dass Laymon viel aus der Sicht der Mumie Amara schreibt. Das hätte mir nicht besonders gefallen. Aber er hat nur zwei oder drei sehr kurze Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben und das nur sehr wage. Durch diese Methode hat er Amara als ein wirklich schreckliches Monster dargestellt, sodass selbst ich, die sich vor sowas meist nicht erschreckt und vor Mumien schon mal gar nicht, hin und wieder mal Gänsehaut bekam. Das ist mir bisher bei nur einem anderen Buch passiert. Alleine seine Beschreibungen von Amara ließ mich häufig erschaudern. Eine kleine Gestalt, mit langen, merkwürdigerweise gut erhaltenen roten Haaren, brauner Haut, die an manchen Stellen glatt ist und an andere uneben, hart und verknittert. Ihr Gesicht ist vertrocknet. Ihre Augen sind verschwunden und geben den Blick auf zwei große, schwarze Löcher frei, die umgeben sind von vertrockneter Haut und ein Maul voller spitzer Zähne, mit denen sie ihre Opfer zerreisst. Brr.

Der Käfig ist gewohnt gut geschrieben. Leicht und flüssig, sodass man es problemlos lesen kann und nie ins Stocken gerät, gepaart mit Kapitel, die genau die richtige Länge haben. Typisch für Laymon ist dieses Buch wieder sehr blutig, brutal und auch sehr sexistisch. Dazu kommt diese gewisse Portion von Grusel. Alles zusammen passt perfekt. Ich hab es sehr genossen das Buch zu lesen und finde es fast schade, dass ich es schon durch habe. Von mir gibt es absolute 5 Sterne. Da gibt es nichts zu meckern. Dieses Buch hat mir wieder gezeigt, warum ich Richard Laymons Bücher so wahnsinnig gut finde.

  1. Wers nicht weiss: Ich rede von dem Film Die Mumie mit Brendon Fraser, Rachel Weisz und Arnold Vosloo []

von Sally am Samstag, 19 März, 2011 um 14:57 Uhr
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» Simon Beckett – Tiere

Geschrieben von Sally am Donnerstag, 17 März, 2011 | 1054 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Animals
Genre: Horror, Thriller
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 288
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3499249150
Preis: 9,99€
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Inhalt: Manche Menschen sind Tiere. Nigel ist sicherlich nicht der Hellste. Aber er ist meistens ganz guter Laune. Im Büro gibt es immer etwas zu kopieren, und außerdem sind da Cheryl und Karen. Auch im Pub, den seine Eltern früher führten und in dem Nigel jetzt wohnt, fühlt er sich wohl. Es gibt hier zwar kein Bier und keine Zigaretten mehr, aber Nigel interessiert sich sowieso mehr für Fernsehen und Comics. Und dann ist da noch der Keller. Hier hält Nigel seine Mitbewohner. Dass die nicht freiwillig da unten wohnen, stört Nigel nicht …

Rezension: Tiere ist mein erstes Buch von Simon Beckett. Offenbar etwas gewagt, denn bei Amazon hat dieses Buch keine besonders gute Rezensionen bekommen. Eher im Gegenteil. Also hab ich nicht vermutet, dass es mir gefallen würde, obgleich mich der Klappentext ansprach. Aber ein Versuch war es auf jeden Fall wert.

Nigel ist ein junger Mann, der nach dem Tod seiner Eltern alleine in einem geschlossenen Pub lebt. Er führt ein ganz normales Leben. Arbeitet in einem Büro für Arbeitsförderung und ist in eine Arbeitskollegin verliebt, guckt gerne Filme und liebt es Comics zu lesen. Er mag vielleicht ein bisschen merkwürdig und naiv erscheinen, aber denoch scheint er ein ganz normaler Mensch zu sein. Doch er hat ganz unten im Keller seines Pubs ein kleines, dunkles Geheimnis. Seine Tiere.

Für mich hörte sich der Klappentext schon ein bisschen an, wie etwas von Richard Laymon oder Jack Ketchum. Also genau das Richtige. Ich hab das Buch letztendlich auch sehr schnell durchgelesen allerdings finde ich, dass der Klappentext auf dem Buchrücken des Buches nicht wirklich etwas mit dem tatsächlichen Inhalt des Buches zu tun hat. Es geht nur sehr nebensächlich um Nigels kleines Geheimnis. 90% des Buches sind gefüllt mit dem eher flachen Leben von Nigel und seiner Familie. Das Buch ist für “hartgesottenere” Leser wie mich nicht sehr aufregend. Nigels Leben mag vielleicht kein Normales sein und es ist wirklich recht interessant das Buch zu lesen, darum habe ich es auch zuende gelesen, denn ich wollte einfach gerne alles über Nigel erfahren, was das Buch hergab aber es hat mich in keinster weise wirklich vom Hocker gehauen oder mich geschockt. Wäre etwas mehr von Nigels Geheimnis Thema des Buches gewesen, dann hätte es wirklich interessanter sein können.

Das Buch ist in einer sehr sehr einfachen Schreibart verfasst. Ich kann nicht vergleichen wie Simon Beckett sonst schreibt, aber ich denke seine Bücher wären nicht so bekannt, wenn er wirklich so schreiben würde wie in Tiere. Manchmal kam es mir so vor, als hätte ein Kind dieses Buch geschrieben. Aber ich denke das ist gewollt, denn das Buch ist aus der Sicht von Nigel geschrieben, der offenbar eine geistige Behinderung hat und daher passt der kindliche Stil wunderbar zu diesem Buch und zu Nigel. Es hätte nicht gepasst, hätte Beckett einen hochgestochenen Stil verwendet.

Letztendlich ist Tiere ganz ok. Die Idee ist super, an der Umsetzung mangelt es etwas. Dennoch fand ich es für zwischendurch ganz passend und ich habe es gerne zuende gelesen, denn ich wollte wirklich gerne wissen, wie es aus geht Und ich muss auch sagen, dass Nigel mir irgendwie auch ganz sympathisch war. Möglicherweise werde ich in Zukunft noch mehr von Simon Beckett lesen, allerdings nicht seine Bestseller Die Chemie des Todes, Kalte Asche und Co. die interessieren mich nämlich überhaupt nicht. Ich warte einfach ab, was da noch kommt.

von Sally am Donnerstag, 17 März, 2011 um 20:46 Uhr
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» Brian Keene – Die Verschollenen

Geschrieben von Sally am Samstag, 19 Februar, 2011 | 799 views. | 6 Kommentare


Originaltitel: Castaways
Genre: Horror
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 8. Februar 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 384
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453527423
Preis: 8,99€
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Inhalt: Eine tropische Insel mitten im Ozean. Eine Gruppe Kandidaten für eine Reality-TV-Show. Ein Geheimnis, das den Trip ins Paradies schon bald in ein blutiges Gemetzel verwandelt. Wer schafft es heil von der Insel herunter? Und was zur Hölle treibt dort sein Unwesen? Das Spiel ist vorbei – der blutige Ernst des Überlebens hat begonnen…

Rezension: Die Verschollenen ist der zweite in Deutschland erschienene Roman von Brian Keene und auch mein zweites Buch von ihm. Totes Meer fand ich nicht so schlecht, auch wenn ich ein wenig skeptisch bezüglich des roten “Brian Keene ist der neue Richard Laymon” Aufklebers war. Besagter Aufkleber pappte auch auf Die Verschollenen. Diesmal aber zu Recht.

Castaways heißt die erfolgreiche Show im amerikanischen Fernsehn, an der eine Gruppe ausgewählter Männer und Frauen teilnimmt. Wochenlang werden sie auf einer kleinen Südseeinsel ausgesetzt, mit nichts weiter als einem Luxusgegenstand und werden dabei gefilmt, wie sie dort ihren Alltag meistern und kleine Challanges erfüllen müssen. Doch in der dritten Woche kommt ein Sturm auf und mit dem Sturm kommen unheimliche Wesen aus den unzähligen Höhlen im Inneren der Insel an den Strand und plötzlich werden die Kandidaten gejagt.

Das Buch hat mich sehr an einige Dinge erinnert. Zum Einen an die Reality Shows Ich bin ein Star – holt mich hier raus und BigBrother. Eine Gruppe Menschen, ausgesetzt in der Natur, die sich einen Gegenstand aussuchen dürfen, den sie auf die Insel mitnehmen, ständig gefilmt werden und Aufgaben erfüllen müssen, damit man später jemanden aussuchen kann, den man rauswählen kann? Schon oft gehört, gesehen und gelesen. Man kann Brian Keene und diesem Buch daraus allerdings keinen Strick drehen, denn dieses Format scheint überall auf der Welt sehr angesagt zu sein. Also warum nicht einen Horrorroman drauß machen? Die Idee ist zwar nicht besonders einfallsreich, aber sie funktioniert. Auch in diesem Buch.

Zum Anderen finde ich, dass die Geschichte; eine Gruppe Menschen, die von höhlenbewohnenden Wilden angegriffen wird, die die Frauen gerne für andere Zwecke als fürs Töten gebrauchen, sehr an die beiden Romane Beutezeit und Beutegier von Jack Ketchum erinnert. Fast die gleiche Geschichte. Vielleicht ist Brian Keene ja gar nicht der neue Richard Laymon, sondern der neue Jack Ketchum? Wobei Keene sich auch bei Laymon ordentlich bedient hat, das allerdings auf die sympathische Art. Keene schreibt nämlich in seinem Nachwort, dass die Monster in Die Verschollenen auf den Monstern in Laymons Beast House Reihe (Der Keller in Deutschland) basieren. Er hat sie als Vorlage benutzt. Sozusagen eine Hommage an Laymon, der sein Mentor und Freund war und den er in den höchsten Tönen lobt. Macht ihn sehr sympathisch, finde ich. Dennoch ist der Plot eben total ausgelutscht und hat mich in keinster Weise überrascht.

Nichtsdesdotrotz hat mir das Buch ganz gut gefallen. Immerhin ist das genau der Schund, den ich gerne lesen mag. Laymon und Ketchum von denen les ich alles, was mir über den Weg läuft, denn ich liebe sinnfreies Abschlachten in Büchern und bescheuerte, völlig abstruse Handlungen und das findet man eben auch in den Büchern von Brian Keene. In Die Verschollenen eher als in Totes Meer, das eher ein reiner Zombieroman ist. Ausserdem schreibt Keene sehr angenehm. Er fasst sich kurz, schafft es aber dennoch das Kopfkino ordentlich anzukurbeln.

Ich denke ich behalte Brian Keene im Auge. Die Verschollenen ist kein großartiges Buch, das jeder unbedingt gelesen haben muss, aber Fans des Genres werden ihren Spaß damit haben und mir hat es eben auch ganz gut gefallen.

von Sally am Samstag, 19 Februar, 2011 um 14:56 Uhr
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» John Marsden – Letters from the Inside

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 16 Februar, 2011 | 1103 views. | Ein Kommentar


Originaltitel: Letter from the Inside
Genre: Drama, Kinder- und Jugendliteratur
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 1. April 1996
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 160
Verlag: Laurel Leaf
ISBN: 978-0440219514
Preis: 4,99€
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Inhalt: Mandy and Tracey have never met, but they know everything about each other. Connected through a pan-pal ad, they exchange frequent letters, writing about boyfriends and siblings, music and friends. They trade stories about school and home. They confide their worries and hopes. It almost makes it easier, and more special that they’ve never met – they can say whatever they want in the safety of their private world of letters. But that private world may not be as safe as it seems. Can Mandy trust Tracey to be who she says she is? What secret hide between the lines of their letters?

Rezension: Letters from the Inside ist kein handelsüblicher Roman. Die Geschichte beinhaltet keine wirkliche Story, nur die Briefe von Mandy und Tracey. Tracey schaltet eine Anzeige in einem Magazin, auf der Suche nach Briefkontakten und darauf meldet sich Mandy. Die beiden bleiben ein Jahr in Kontakt und schreiben sich immer wieder. Sie reden über die üblichen Dinge: Freunde, Familie, Schule. Doch irgendwann bemerkt Mandy, dass da noch etwas anderes hinter Tracey, dem fröhlichen Mädchen, mit der perfekten Familie steckt, als sie anfangs vermutete.

Mit 160 Seiten ist Letters from the Inside nicht besonders umfangreich. Allerdings ist die eigentliche Handlung in zwei oder drei Sätzen schnell erzählt. Die restlichen Seiten sind gefüllt mit fast ganz normalen Briefen zweier Freundinnen, die sich über ihr alltägliches Leben und ihre Gefühle erzählen. Man könnte nun meinen, dass diese Briefe absolut langweilig sind, weil in ihnen nicht wirklich was passiert und die Leben der beiden Mädchen nicht besonders aufregend sind. Interessant vielleicht, aber nicht aufregend. Hin und wieder hatte ich auch das Gefühl, gelangweilt seufzen zu müssen, aber als ich den Schluss las und das Buch schockiert und grübelnd zur Seite legte, war mir bewusst, dass es unheimlich wichtig ist über die 160 Seiten die Beziehung der Mädchen aufzubauen und dem Leser nahezubringen, dass die Beiden sich wirklich mögen, sich Geheimnisse erzählen und sich vertrauen. 160 Seiten mit Mandy und Tracey zu verbringen, zu lesen wie sie sich anfreunden, sich vertrauen, sich mögen und sich gegenseitig  trösten und helfen macht das abrupte Ende sehr brutal und hat mich noch einige Stunden darüber nachdenken lassen.

Viele Bücher vergisst man schnell wieder, nachdem man sie gelesen hat. Letter from the Inside werde ich wohl nie vergessen. Es ist ein herausragendes Stück Jugenliteratur, das zu lesen man bestimmt nicht bereuen würde.

von Sally am Mittwoch, 16 Februar, 2011 um 14:47 Uhr
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» Kim Harrison – Bluteid

Geschrieben von Sally am Sonntag, 13 Februar, 2011 | 659 views. | Keine Kommentare


Originaltitel: Black Magic Sanction
Genre: Fantasy
Reihe: Rachel Morgan Reihe Band: 8
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2010
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 736
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453527508
Preis: 14,00€
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Inhalt: Rachel Morgan hat ein Problem. Wegen ihres regelmäßigen Umgangs mit Dämonen (oder zumindest mit einem Dämon) hat der Hexenzirkel für ethnische und moralische Standards, der das Sozialleben aller Hexen überwacht, sie gebannt. Nun lebt sie als Ausgestossene außerhalb der Gesellschaft. Doch als wäre das noch nicht genug, muss Rachel nun auch noch um ihr Leben führchten, denn der Hexenzirkel hetzt ihr plötzlich Killer auf den Hals. Und ehe sie sich versieht, ist Rachel der Spielball zwischen den Fronten: Da nun bekannt geworden ist, dass sie mit Dämonenmagie umgehen kann und eine Art Missing Link zwischen den Arten ist haben es alle auf sie abgesehen – entweder als Zielscheibe oder als Gebärmaschine. Aber Rachel wäre nicht Rachel, wenn sie nicht einen Plan entwickeln würde, wie sie sich aus diesem Dilemma befreien kann. Doch dazu braucht die die Unterstützung ihres Erzfeindes Trent Kalamack. Und um die zu bekommen muss sie nicht nur bei ihm einbrechen, sondern sie muss sich auch den düsteren Schatten ihrer gemeinsamen Vergangenheit stellen…

Rezension: Diesmal hat Rachel wirklich Stress. Der Hexenzirkel für ethnische und moralische Standards hat sie gebannt und einen Killer auf sie gehetzt, der ihr nicht eine ruhige Minute lässt. Sie muss sich verstecken und Vorkehrungen treffen, aber der Hexenzirkel ist schneller als sie. Bluteid ist wohl meiner Meinung nach der beste Band der Rachel Morgan Reihe. Die Dinge passieren Schlag auf Schlag, sowohl Rachel, als auch der Leser haben nur wenig Zeit aufzuatmen, dann gehts in die nächste Runde im Kampf mit dem Hexenzirkel. Plottechnisch ist mir also kaum langweilig geworden, anders als in den Vorgängern kommt die Spannung nicht in Schüben, sondern bleibt konstant oben und fällt hin und wieder nur ganz minimal etwas ab. Kaum der Rede wert. Bluteid ist also 740 Seiten voller Spannung. Tolle Unterhaltung.

Pierce, ein alter Freund von Rachel hat in diesem Teil eine große Rolle, während Ivy ein wenig zu sehr in den Hintergrund gerück ist. Das ist wohl der einzig (kleine) Nachteil an Bluteid. Pierce nervt nämlich. Ich mag ihn nicht, ich find ihn doof, ich will nicht von und über ihn lesen aber er kommt nahezu ständig vor. Man kann damit leben, man will es aber nicht. Ich hätte lieber mehr Ivy gehabt. Dafür bekommt man aber wohl als kleine Entschuldigung extrem viel Al und wer das Buch gelesen hat weiss, was ich meine, wenn ich sage: “Nicht zu knapp” *033* Al hat mir ausgeprochen gut gefallen. Mehr davon!

Ansonsten ist Bluteid gewohnt gut geschrieben und mich lechzt es nach dem neunten Band, auf den ich ja leider noch ein paar Monate warten muss, denn ich hab das Ende der bereits erschienenen Bücher erreicht (Was ich eigentlich gar nicht wollte). Band acht hat diesmal alles. Action, Spannung, Liebe und auch etwas sehr sehr Trauriges.

von Sally am Sonntag, 13 Februar, 2011 um 20:58 Uhr
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