Geschrieben von Sally am Montag, 22 November, 2010 | 1085 views. |


Originaltitel: Beautiful Malice
Genre: Thriller
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2010
Seiten: 320
Verlag: Wunderlich
ISBN: 978-3805250030
Preis: 16,95€
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Inhalt: Als Alice sie zu ihrer Geburtstagsparty einlädt, ist Katherine mehr als überrascht. Die schöne, strahlende Alice, das beliebteste Mädchen der Schule, will mit ihr feiern? Dabei ist Katherine eine Einzelgängerin, die sich von allen fern hält, damit keiner ihr Geheimnis erfährt: Niemand soll wissen, was mit Rachel, ihrer kleinen, talentierten Schwester, passiert ist. Vor Katherines Augen, die nichts tun konnte, um ihr zu helfen. Katherine erlebt die Party wie im Rausch, Alice weicht nicht mehr von ihrer Seite. Doch nach und nach wird Alice immer merkwürdiger. Selbstsüchtiger. Grausamer. Bald entdeckt Katherine, dass ihre neue Freundin nach eigenen Regeln spielt…
Rezension: Über Die Wahrheit über Alice hat man in letzter Zeit sehr viel gehört. Es wurde an jeder Ecke im Internet angepriesen, überall sieht man Blogartikel oder Empfehlungen und sogar im New Yorker gab es eine Leseprobe sowohl in schriftlicher- als auch mündlicher Form über die Lautsprecher. Die Geschichte hinter Die Wahrheit über Alice hört sich ja auch sehr interessant an, aber das wars leider auch schon.
Katherine ist von Melbourne nach Sydney umgezogen und geht auf eine neue Schule. Dort versucht sie möglichst nicht aufzufallen. Sie macht ihre Schularbeit und hält sich im Hintergrund. Doch eines Tages lädt Alice, eines der beliebtesten Mädchen der Schule sie zu ihrer Geburtstagsparty ein. Nach anfänglichem Zögern willigt Katherine dann ein und verbringt eine schöne, spaßige Feier an Alice Seite. Seither sind sie Freunde, sie unternehmen viel, haben Spaß und Katherine erzählt ihr ein Geheimnis,, das sie eigentlich niemandem erzählen wollte, etwas aus ihrer Vergangenheit, das sie eigentlich in Melbourne hinter sich lassen wollte. Sie vertraut Alice, doch plötzlich ändert sich das Mädchen. Sie beginnt grausam zu werden, fängt an unangenehm zu werden und Katherine möchte Alice irgendwann nur noch los werden, doch Alice lässt sich nicht so einfach abschütteln.
Das Buch benötigt wohl gute PR, denn mit einem spannenden Inhalt kann es leider nicht aufwarten. Die Wahrheit über Alice plätschert so seicht daher mit unglaublich vielen langweiligen Stellen und Dialogen, die sinnfrei und uninteressant sind. Es passiert eigentlich nicht viel. Ständig wird dem Leser aber erzählt wie grauenvoll und brutal Katherines Geheimnis um ihre kleine Schwester Rachel ist, dass man irgendwann total genervt ist und wissen will, was den da so schrecklich ist, das ständig am Ende jedes Kapitel angepriesen wird und offenbar die Spannung und somit die Geschichte aufwerten will. Leider klappt das aber nicht so richtig. Es frustriert eher. Ich hasse es einfach, wenn in einem Buch ständig irgendetwas erwähnt wird, das erst sehr viel später geklärt wird und dabei nicht mal das Hauptthema des Buches ist.
Wenn man die sinnfreien Dialoge, die eigentlich nicht zum Plot gepasst haben und die vielen Lückenfüllerhandlungen weggelassen hätte, wäre es kein Problem Die Wahrheit über Alice auf 50 Seiten zu kürzen und trotzdem noch alles Wichtige zu erfahren. Alice selber, die als grausam und als Albtraum bezeichnet wird hat letztendlich einen Grund, warum sie ihr Verhältnis zu Katherine geändert hat. Sie hat wohl einen leichten psychischen Knacks, aber es wäre kein Problem für Katherine gewesen sich vor Alice zu “schützen”. Wie das Buch letztendlich mit Mick, Katherines Freund, ausgegangen ist, ist meiner Meinung nach ein klarer Fall von “Selbst Schuld”, was mich wieder ein wenig wütend gemacht hat, dass ich ein paar Stunden damit verschwendet habe, so ein unbefriedigendes Ende zu lesen. Sowieso sind die Handlungen der Charaktere sehr bleiern, naiv und gar total dämlich. Ich konnte sie nicht nachvollziehen. Hätten sie anders gehandelt, sich anders verhalten, dann wäre es gar nicht so weit gekommen. Gut, dann gäbe es auch kein Buch (oder ein mehr durchdachteren Plot), aber letztendlich wäre das dann auch nicht so schlimm gewesen.
Die Wahrheit über Alice kann man sich getrost klemmen. Ein Buch über eine psychisch labile Stalkerin zu lesen wäre ja ganz interessant, aber mit diesem Buch ist man da völlig falsch beraten. Es ist langweilig, undurchdacht und total sinnlos. Einen Stern vergebe ich schlicht für die Tatsache, dass das Buch es trotzdem geschafft hat und mich dazu gezwungen hat es zuende zu lesen weil ich wissen wollte, wie es denn aus geht, was ich mir letztendlich aber auch hätte ersparen können. Schade, dass heutzutage einfach die falschen Bücher so dermaßen promoted werden. Definitiv keine Leseempfehlung.