Geschrieben von Sally am Donnerstag, 25 Februar, 2010 | 2170 views. |


Originaltitel: Erebos
Genre: Thriller, Jugendbuch
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 7. Januar 2010
Seiten: 485
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3785569573
Preis: 14,90€
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Inhalt: In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Als Raubkopie geht es von Hand zu Hand und wer es spielt, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Spielregeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und – wer gegen die Spielregeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel auch nicht mehr starten. Merkwürdig ist aber, dass die Aufgaben, die Erebos stellt, nicht in der Welt von Erebos, sondern in der Wirklichkeit ausgeführt werden müssen. Die Fiktion des Spiels und die Realität verschwimmen auf irritierende Weise. Auch Nick ist süchtig nach Erebos, bis das Spiel ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen. Natürlich führt er diesen Auftrag nicht aus und wird prompt vom Spiel ausgeschlossen. Als auch noch sein bester Freund Jamie schwer verunglückt, begreift Nick: Erebos ist weitaus mehr als nur ein harmloses Computerspiel!
Rezension: Dieses Buch ist genau wie das Spiel, um das es in ihm geht. Es ist unheimlich fesselnd und man hat große Mühe eine Pause einzulegen und es beiseite zu legen.
An Nick Dunmores Schule taucht eine mysteriöse DVD auf, die an der Schule die Runde macht. Nach und nach kommen viele seiner Mitschüler in Besitz dieser DVD und verändern sich. Sie wirken müde, tuscheln untereinander oder kommen gar nicht mehr zur Schule. Nick fragt sich was da los ist, bis er selber eine DVD angeboten bekommt. Sofort installiert er das Spiel auf seinem Computer und ist ebenfalls sofort gebannt. Es ist ein Fantasyspiel, aber kein normales Fantasyspiel, es redet mit Nick. Es gibt ihm sogar Aufträge, wie eine kleine Kiste von A nach B zu tragen. Nick befolgt diese Aufträge, denn wenn er das nicht tut, oder wenn er im Spiel stirbt, kann er Erebos nie wieder starten und das Spiel ist für ihn für immer vorbei. Aber irgendwann merkt Nick, das da etwas nicht stimmt und dann bekommt er den Auftrag jemanden zu verletzen, oder gar zu töten.
Erebos sind vor allem Anfangs zwei Geschichten. Zum Einen ist da Nick, der Schüler und zum Anderen Sarius, seine Spielfigur im Spiel. Der Leser verbringt recht viel Zeit mit Sarius in der Welt von Erebos und entdeckt diese. Eigentlich ist es ein normales Spiel, wie beispielsweise World of Warcraft. Der Spieler sucht sich aus verschiedenen “Rassen”, wie Zwerg, Mensch, Dunkelelf, Werwolf, Echsenmensch, Katzenmensch etc. eine aus und modelliert seine Spielfigur. Der weitere Verlauf besteht in diversen Schlachten (Quests), die die Spieler bestreiten müssen. Beispielsweise einen Orkangriff abwehren, oder Arenakämpfe. Also bewegt sich das Buch sowohl in der “realen” Welt neben Nick, als auch in der Fantasywelt in Erebos. Allerdings ist es nicht zu fantasymäßig. Für manche Leser ist sowas ja nichts, aber man kann Erebos auch als Fantasymeider gut lesen.
Was mich anfangs etwas gestört hat war die Art zu Schreiben von Frau Poznanski. Es kam mir etwas platt vor. So formlos (Sie beschreibt irgendwie nichts besonders ausgeprägt). Auch die Charaktere sind etwas flach gehalten, obgleich sie im Verlauf des Buches sympathisch werden. Die Schreibe ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, aber für ein Jugend/Kinderbuch durchaus angebracht.
Trotz des Holperns beim Lesen ist das Buch wirklich spannend. Von vorne bis hinten. Die Idee hinter dem Buch ist super und auch gut umgesetzt. Es hat mich eigentlich nicht viel gestört, bis auf die angesprochene Schreibe, an die man sich aber wie geschrieben schnell gewöhnen kann und es dauert auch nicht lange und Erebos nimmt auch den Leser “in sich auf”. Auch das Ende und die “Auflösung” ist gut durchdacht. Ich hatte wirklich großen Spaß am Lesen.
Ich finde es wirklich wirklich schade, dass ich Erebos nun bereits gelesen habe. Ich könnte es jahrelang weiterlesen. Aber leider hatte es nach 490 Seiten ein Ende. Ich mag nicht so gerne sagen, dass man ein Buch gelesen haben muss, aber wenn die Inhaltsangabe jemandem zusagt, dann lest es! Ihr werdet es nicht bereuen.