Posts Tagged ‘Erzählung’

» Kathryn Stockett – The Help

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 5 Oktober, 2011 | 428 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: The Help
Autor/en: Kathryn Stockett
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Seiten: 451
Verlag: Penguin
ISBN: 978-0171047706
Format: Taschenbuch
Sprache: Englisch
Amazon

Die Protagonistinen in Kathryn Stocketts Debütroman The Help sind drei wunderbare Personen: Aibileen, eine 52 jährige Haushälterin im Haushalt der Miss Leefolt und zieht mittlerweile das siebzehntes Kind groß, das gar nicht ihr eigenes ist. Minny, die bereits unzählige Male gefeuert wurde, weil sie ein zu loses Mundwerk hat und somit der Schrecken aller weißen Damen ist und Skeeter, eine weisse, junge Frau, die so gerne Schriftstellerin werden möchte und daher den Job in der lokalen Zeitung annimmt und fortan in einer Kolumne Haushaltstipps gibt, obwohl sie vom Haushalt überhaupt keine Ahnung hat. Skeeter überwindet die unsichtbare aber allzu präsente Barriere zwischen weiß und schwarz und beginnt Aibileen nach Tipps zu fragen und nach und nach keimt die Idee in ihr auf ein Buch über das wahre Leben der Haushaltshilfenin von Jackson, Mississippi zu schreiben.

Skeeter, Aibileen und Minny. Drei starke und mutige Charaktere, die mir im Laufe des Buches unglaublich ans Herz gewachsen sind. Dass die meisten Protagonisten in Büchern etwas besonderes sind, ist selbstverständlich, sonst wäre das Buch selber höchstwahrscheinlich ziemlich langweilig. Aber diese Drei sind anders. Sie sind nicht perfekt, sie haben ihre Macken und Schwächen und dennoch lassen sie sich nicht unterkriegen. Ich finde sie einfach großartig. Vor allem Skeeters Courage fand ich toll, die ihren sozialen Stand beinahe komplett aufgegeben hat um ihr Buch zu veröffentlichen und Amerika zu zeigen, welch ein Dasein farbige Haushälterinnen zu ihrer Zeit in Mississippi fristen. Welcher Mensch würde sowas heutzutage schon machen?

Das erste Viertel, vielleicht sogar die erste Hälfte beginnt etwas schleppend. Man lernt zunächst neben Skeeter, Aibileen und Minny auf diverse Arbeitgeberinnen der Haushälterinnen kennen. Da ist die etwas skurile Miss Celia, der die Grenze zwischen weiss und schwarz nicht ganz so wichtig ist und mit ihren eigenen, hin und wieder ziemlich merkwürdigen Problemen zu kämpfen hat, Miss Hilly, das Biest in diesem Buch, die keine Gelegenheit auslassen würde um ihrer früheren Haushaltshilfe Minny eine Lüge anzuhängen, Miss Leefolt, die mir immer ein wenig anteilnamslos vorkam und einige andere Figuren, die jede auf ihre Art ganz interessant ist. Die Autorin Kathryn Stockett hat hier besonders interessante Charaktere entworfen. So kann man als Leser sowohl die drei Protagonisten, als auch Miss Celia sehr ins Herz schließen. Miss Hilly hingegen war der perfekte Hasscharakter.

Das alles verpackt in Stocketts wirklich großartigen Art zu schreiben macht The Help zu einem sehr schönen Lesegenuss, der nicht nur an vielen Stellen sehr lustig ist und mit tollen Protagonisten aufwartet, die einem richtig ans Herz wachsen, sondern auch mit Sicherheit zum Nachdenken anregt. Lediglich die Tatsache, dass der Anfang, bis zur Mitte ein bisschen schleppend ist veranlasst mich dazu dem Buch einen Stern abzuziehen. Dennoch gibt es von mir eine klare Empfehlung.

The Help in der deutschen Ausgabe “Gute Geister”

“Jackson, Mississippi, 1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein hochnäsiger Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei Dienstmädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht inzwischen das siebzehnte weiße Kind auf. Doch nach dem Unfalltod ihres einzigen Sohnes ist etwas in ihr zerbrochen. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas zu wagen. Denn sie alle haben das Gefühl zu ersticken und wollen etwas verändern – in ihrer Stadt und in ihrem eigenen Leben.”

Amazon

von Sally am Mittwoch, 5 Oktober, 2011 um 23:02 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , ,

» Marina Lewycka – Das Leben kleben

Geschrieben von Sally am Mittwoch, 29 Juni, 2011 | 326 views. | Keine Kommentare


Genre: Erzählung
Sprecher: Katharina Thalbach
Sprache: deutsch
Spieldauer: 05 Stunden 03 Minuten
Verlag: Der Hörverlag
Preis: 13,95€ (9,95€ Audible Flexi-Abo)
Audible.de

Georgina wurde gerade wegen eines Streites um einen Akutbohrer (Akkubohrer) von ihrem Mann verlassen. Nun sitzt sie mit ihrem Sohn Ben zuhause, arbeitet für ein Onlinemagazin über Klebstoffe und versucht ihren ersten Roman zu schreiben, namens “Das verspritzte Herz”, als sie plötzlich die schrullige alte Mrs. Scapiro kennenlernt, die genüsslich in den alten Sachen von Georginas (Ex)Mann schnüffelt, die Georgina rachemäßig als Sperrmüll an die Straße verfrachtet hat. Die beiden kommen in ein kurzes Gespräch, bis die alte Mrs. Scapiro umringt von ihren Katzen von dannen zieht. Aber schon bald sehen Georgina und Mrs. Scapiro sich wieder und das ist der Beginn einer aussergewöhnlichen Freundschaft…

Das Leben kleben ist eigentlich kein Buch, dass ich wirklich hätte lesen wollen. Der Inhalt hört sich ganz interessant an, aber ich persönlich springe nicht unbedingt auf solche Bücher an. Durch solch ein Verhalten gehen mir natürlich einige wirklich gute Bücher durch die Lappen aber trotzdem habe ich mich für das Hörbuch zu Das Leben kleben entschieden und es definitiv nicht bereut.

Gesprochen wird das Hörbuch von Katharina Thalbach und sie macht das ganz wunderbar. Vor allem dem grandiosen Akzent von Mrs. Scapiro habe ich total gerne zugehört. Katharina Thalbach hat jeder Szene, auch, wenn sie vom Plot her ein wenig träge war, den nötigen Pepp gegeben, den ein Hörbuch braucht um wirklich Spaß zu machen.

Der Plot selber ist in Ordnung. Er bietet nicht besonders viel Spannung, aber durch Katharina Thalbachs Stimme habe ich es eben einfach gerne gehört. Ich weiss gar nicht, ob ich Das Leben kleben bis zum Ende gelesen hätte, wenn ich es in Buchform vor mir gehabt hätte. Die Geschichte ist schon ganz interessant, nur ist sie nicht wirklich spannend und auch nicht wirklich aussergewöhnlich. Sie ist nett, was fürs Herz und was für Zwischendurch. Georgina ist mir im Laufe der Geschichte auch ein wenig ans Herz gewachsen, muss ich sagen. Mrs. Scapiro fand ich ganz…knuffig, aber so richtig warm bin ich mit ihr nicht geworden.

Letztendlich finde ich Das Leben kleben ziemlich gut. Ich habe es gerne gehört und fand es sehr schade, als es zuende war. Für zwischendurch ist es perfekt und es hat seine vier Sterne definitiv verdient.

von Sally am Mittwoch, 29 Juni, 2011 um 18:12 Uhr
In den Kategorien: Hörbuchrezensionen

Tags: , , , ,

» Nicole Richie – Die Vintageprinzessin

Geschrieben von Sally am Sonntag, 29 Mai, 2011 | 679 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Priceless
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Seiten: 352
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442475520
Format: Taschenbuch
Preis: 8,99€
Amazon

Inhalt: Charlotte Williams ist ein armes reiches Mädchen – verwöhnt, attraktiv, verschwenderisch und weltfremd. Vom echten Leben hat sie nicht viel mitbekommen, ihre Welt ist die Jeunesse dorée der Upper East Side Manhattans. Als ihr Vater in einen Finanzskandal verwickelt wird, bedeutet das den jähen Abschied aus ihrem Elfenbeinturm. Sie flüchtet nach New Orleans, um fernab von Presse und Paparazzi ein ganz normales Leben zu führen. Doch was für andere ein „normales Leben“ ist, entpuppt sich für Charlotte als eine sehr schwierige und exotische Aufgabe.

Rezension: Wenn ich an die Autorin von Die Vintageprinzessin, Nicole Richie denke, denke ich nicht in erster Linie an eine Autorin. Eher an ein verwöhntes, reiches, magersüchtiges Fashiontöchterchen eines gut verdienenden Musikers (nämlich in diesem Falle Lionel Richie). Niemals hätte ich angenommen, dass Nicole Richie ein Buch geschrieben hat. Die Vintageprinzessin ist genaugenommen sogar Richies zweiter Roman (Allerdings der erste, der in Deutschland erschienen ist). Ich war schon mal beeindruckt, aber viel erwartet habe ich dennoch nicht. Trotzdem hab ich das Buch letztendlich gekauft und gelesen und ich bin wirklich überrascht.

Charlotte Williams ist die Tochter eines reichen Finanzhais. Sie lebt ein feines Leben in Saus und Braus. Feier Partys, shoppt gerne und teuer und verbringt ein Jahr in Paris. Als sie nach New York zurückkommt, wird ihr Vater festgenommen und wegen eines Finanzskandals angeklagt. Daraufhin ändert sich alles in Charlottes Leben. Auf der Straße wird sie bepöbelt, in den Medien förmlich zerfetzt. Ehemalige Freunde geben unschöne Interviews und dann wird ihre Wohnung auch noch beschlagnahmt. Charlotte flieht nach New Orleans zu ihrer Ziehmutter und versucht sich dort ein neues Leben aufzubauen aber auch in New Orleans ist sie nicht unbekannt.

Ich habe mir unter dem Titel Vintageprinzessin und dem Klappentext etwas völlig anderes vorgestellt. Locker leichte, etwas überspitzte ChickLit im Stil von Sophie Kinsellas Schäppchenjägerin aber mich erwartete etwas anderes. Charlotte Williams ist zwar eine Society Göre, die auf teure Klamotten steht und gerne übertriebene Partys feiert aber im Vergleich zu anderen Heldinnen in ChickLit Büchern ist sie anders. Sie ist nicht ganz so dümmlich und naiv, sie weiss in den meisten Fällen was sie tut und sie kann sich durchaus umstellen und ohne Geld klarkommen ohne, dass sie weinerlich wird und bescheuerte Einfälle hat. Das fand ich ganz angenehm, denn mal ehrlich: Wie oft ging einem Becky Bloomwood, die Protagonistin der Schnäppchenjäger Romane, mit ihren blöden Aktionen auf die Nerven? Gut, sie hat mich immer sehr belustigt und ich mag sie aber es ist mit den ChickLit Damen doch immer das Selbe. Charlotte Williams ist da eine willkommene Abwechslung.

Nachdem Charlotte aus New York ‘vertrieben’ wurde, findet sie sich in New Orleans wieder und dort läuft alles, nach ganz kurzen Startschwierigkeiten für meinen Geschmack etwas zu glatt. Sie findet schnell einen neuen Job, neue Freunde und beginnt sogar eine Musikerkarriere. Ich hätte gerne, wie es der Klappentext verrät, mehr darüber gelesen, wie sich das vormals sorgenlose reiche Mädchen in einem ganz normalen Leben durchschlägt. Leider wartet das Buch damit nicht auf. Gerade zum Ende hin kam mir Charlottes “Karriere” doch ein wenig zu perfekt vor. An dieser Stelle wurde das Buch dann auch ziemlich langweilig. Das finde ich wirklich schade.

Letztendlich ist das Buch aber doch ganz gut gelungen und ich fand es sehr angenehm zu lesen. Die Vintageprinzessin ist mal ein etwas anderer Frauenroman. Man sollte nur nicht das erwarten, was der Titel und der Klappentext verrät, denn dann wird man höchstwahrscheinlich enttäuscht. Die Vintageprinzessin ist eher ein ruhiger Frauenroman, der nicht ganz so naiv und flach ist wie andere Romane dieser Art und er ist durchaus gut geschrieben. Sehr angenehm für nebenbei aber man sollte wirklich nicht allzuviel erwarten.

von Sally am Sonntag, 29 Mai, 2011 um 21:21 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , ,

» Antonia Michaelis – Der Märchenerzähler

Geschrieben von Sally am Freitag, 22 April, 2011 | 690 views. | 3 Kommentare


Originaltitel: Der Märchenerzähler
Genre: Erzählung, Kinder- und Jugendliteratur
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: Februar 2011
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 446
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3789142895
Preis: 16,95€
Amazon

Inhalt: Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Rezension: Von Der Märchenerzähler habe ich in den letzten Wochen viel in den verschiedensten Blogs gelesen. Alle waren restlos begeistert und hingerissen. Sogar von Tränenausbrüchen während des Lesens habe ich gehört Natürlich habe ich mich gefragt, was das Buch an sich, oder viel mehr in sich hat, dass so viele Blogger und Leser so begeistert und sogar zu Tränen gerührt sind? Also habe ich es mir in einer schwachen Stunde als Frustkauf genehmigt und auch direkt angefangen zu lesen, bevor die befürchtete Leseunlust wieder eintritt und ich nie dazu komme es zu lesen.

Anna Leemann bereitet sich auf ihr bevorstehendes Abi vor. Nie hat sie sich wirklich für den so genannten polnischen Kurzwarenhändler, wie ihn ihre Mitschüler nennen, Abel Tannatek interessiert, der als Drogendealer an der Schule verschrien ist und schon immer ein gemiedener Aussenseiter war. Doch irgendwann fällt er ihr auf und sie lernt ihn als fürsorglichen Bruder und begnadeten Märchenerzähler kennen. Doch es passieren merkwürdige Dinge um ihn herum und Anna zweifelt, wen sie da vor sich hat.

Was mir als erstes an dem Buch auffiel war der gewöhnungsbedürftige Schreibstil von Antonia Michaelis, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte. Gerade im ersten Kapitel, das den Leser direkt in eine eher verwirrendere Handlung wirft stockte ich hin und wieder. Michaelis beschreibt viele kleine Dinge sehr… ich würde fast sagen poetisch und mit einem anderen Blick auf die Dinge. Das kennt man von vielen Autoren nicht, darum musste ich mich erst daran gewöhnen. Geht sie aber dann in die alltäglichen Handlungen von Anna über, schreibt sie sehr flüssig und anregend und ich hatte Mühe das Buch aus der Hand zu legen.

Der Plot selbst ist sehr fein und logisch aufgebaut. Auch, wenn ich manche Handlungen und Gedanken von Anna nicht wirklich nachvollziehen konnte, hat mir die Struktur und der Ablauf der Handlungen sehr gut gefallen. Das Buch wurde zu keinem Zeitpunkt langweilig und die Geschichte, die Abel seiner kleinen Schwester Micha und Anna erzählt war wahnsinnig toll. Antonia Michaelis hat sich dabei reichlich Mühe gegeben, auch wenn diese kleine Geschichte der “kleinen Klippenkönigin” nur ein nebensächliches, wenn auch wichtiges Fragment der Geschichte ist. Sozusagen eine Geschichte in der Geschichte. Genaugenommen fand ich also beide Geschichten sehr spannend. Sowohl Annas Geschichte, als auch die Geschichte der kleinen Klippenkönigin.

Letztendlich ist Der Märchenerzähler ein wirklich gutes, spannendes und lesenswerte Buch an das ich bestimmt noch das eine oder andere Mal zurückdenken werde.

von Sally am Freitag, 22 April, 2011 um 17:36 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , ,

» Richard Adams – Watership Down

Geschrieben von Sally am Freitag, 25 März, 2011 | 588 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: Watership Down
Genre: Erzählung, Tierfantasy
Reihe: Watership Reihe Band: 1
Erscheinungsdatum: 26. Juli 1973
Ausgabe: 1. Auflage
Seiten: 480
Verlag: Puffin Books
ISBN: 978-0140306019
Preis: 7,30€
Amazon

Inhalt: Fiver could sense danger. Something terrible was going to happen to the warren – he felt sure of it. So did his brother Hazel, for Fiver’s sixth sense was never wrong. They had to leave immediately, and they had to persuade the other rabbits to join them. And so begins a long and perilous journey of a small band of rabbits in search of a safe home. Fiver’s vision finally leads them to Watership Down, but here they face their most difficult challenge of all…

Rezension: Auf Watership Down habe ich mich schon sehr gefreut. Viele kennen den Film Unten am Fluss. Den habe ich als Kind gesehen und er hat mich irgendwie sehr erschreckt. Umso gespannter war ich natürlich auf das Buch.

Ich habe fast zwei Wochen für das Buch gebraucht und ich weiss nicht wirklich warum. Es lässt sich sehr leicht lesen. Die Story ist sehr durchwachsen. Gähnende Langeweile wechselt sich ab mit Spannung und Action und hin und wieder erzählen sich die Kanninchen gegenseitig Geschichten, die ich für sehr geschickt und auflockernd hielt. Dennoch habe ich beim Lesen irgendwie nichts empfunden. Das war sehr merkwürdig. Ich habe weder mit den Kanninchen mitgelitten, noch hat das Buch mich gedrängt es unbedingt weiterzulesen. Selbst an der spannendsten Stelle konnte ich es problemlos für ein paar Tage beiseite legen ohne weiter darüber nachzudenken. Ein Buch, das mich so kalt gelassen hat habe ich noch nie gelesen. Ich finde das sehr sehr schade.

Dabei ist Watership Down objektiv betrachtet eigentlich kein schlechtes Buch. Wie bereits erwähnt bringt es viel mit für den Leser aber vielleicht bin ich auch nicht mehr die richtige Zielgruppe oder ich war gerade nicht in der Stimmung dafür. Ich kann mir das nicht erklären. Mehr kann ich kaum zu dem Buch sagen.  Letztendlich muss ich das Buch ja irgendwie bewerten und das ist jetzt extrem schwer, darum gebe Watership Down drei von fünf Sternen, denn ich fand es ja eigentlich nicht schlecht, aber vom Hocker gehauen hat es mich auch nicht. Weniger als drei Sterne wären wahrscheinlich nicht gerechtfertigt, denn eigentlich ist der Plot ja ja wirklich gut, durchdacht und mal was anderes, als die typischen Tierbücher. Aber für vier oder gar fünf Sterne hat es mich einfach zu kalt gelassen. Möglicherweise lese ich Watership Down irgendwann in ein paar Jahren nochmal, vielleicht kann ich mir dann eine bessere Meinung bilden.

von Sally am Freitag, 25 März, 2011 um 14:14 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , , ,

» Diane Setterfield – Die dreizehnte Geschichte

Geschrieben von Sally am Sonntag, 22 August, 2010 | 707 views. | 2 Kommentare


Originaltitel: The Thirteenth Tale
Genre: Erzählung
Reihe: / Band: /
Erscheinungsdatum: 2. Juni 2008
Seiten: 528
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453405493
Preis: 9,99€
Amazon

Inhalt: Sie gilt als Englands beliebteste Schriftstellerin, und doch weiß keiner, wer Vida Winter wirklich ist. Ihr ganzes Leben lang hat sie Stillschweigen darüber bewahrt, was damals, in jener Nacht vor rund sechzig Jahren, wirklich geschah, als der Familiensitz der Angelfields bis auf die Grundmauern niederbrannte. Nun, dem Tode nah, erleichtert Vida Winter erstmals ihr Gewissen und gesteht die schockierende Wahrheit über sich und ihre Zwillingsschwester.

Rezension: Die dreizehnte Geschichte ist der erste Roman von Diane Setterfield. Ein Buch über Bücher. In vielen Erstlingswerken geht es um Bücher und ich mag sowas sehr gerne. Ich mag von anderen Menschen und deren Umgang und Begegnungen mit Büchern und den Geschichten darin lesen und davon gibt es reichlich in diesem Roman.

Margaret Lea arbeitet im antiquarischen Buchladen ihres Vaters. Sie liebt es Biographien und Geschichten über und von Menschen zu lesen, die bereits tot sind und ihr Hobby ist das Schreiben von solchen Biographien. Sie führt ein bescheidenes Leben, arbeitet tagsüber mit ihrem Vater zusammen und geht um punkt 20 Uhr Abends ins Bett um bis in die Nacht zu lesen. Eines Abends aber bekommt sie einen Brief von der bekanntesten Autorin Englands. Vida Winter. Diese bittet Margaret ihr Leben zu Papier zu bringen, denn Vida Winter liegt im Sterben und niemand kennt ihre Geschichte. Margaret kommt ihrem Angebot nach, obwohl sie noch nie ein Buch von Vida Winter gelesen hat, aber diese mysteriöse Frau und ihre noch mysteriösere Geschichte zieht Margaret sofort in den Bann.

Die dreizehnte Geschichte vereint geschickt mehrere Gernes: Zum Einen wird die Geschichte von Margaret Lea erzählt, die eigentlich ein ruhiges Leben führt, aber früh in ihrer Kindheit ein Geheimnis in ihrer Familie aufgedeckt hat, dass nun sie und ihre Familie belastet. Zum Anderen gibt es hin und wieder ein paar geisterlastige Stellen in der Geschichte von Vida Winter und viele spannende Wendungen, sowohl in Vida Winters, als auch in Margarets Leben, die mich fest an das Buch gebunden haben. Da die dreizehnte Geschichte ein Buch über Bücher ist, ist es auch soetwas wie eine Hommage an die englischen Klassiker, wie Jane Eyre, Sturmhöhe, Sherlock Holmes und viele Andere, die in diesem Buch häufiger erwähnt und teilweise auch zitiert werden. Das ist natürlich besonders schön, für Menschen, die diese Bücher auch gelesen haben, denn dann wird man einfach an das Buch gebunden und fühlt sich ein kleines Stück mit einbezogen.

Diane Setterfield hat ihr Buch wunderbar ausgeschmückt und es detailreich beschrieben mit einer einzigartigen Atmosphäre. Es nicht allzu sehr in die Länge gezogen und es vorallem nicht in der Handlung verrennen lassen. Der Leser durchlebt viele interessante, unerwartete Wendungen, die das Buch wirklich extrem spannend machen. Dennoch, irgendwann hat man Vida Winters verworrene Geschichte aufgedröselt und ist “dem Ende nahe” und dann möchte man eigentlich nur, dass das Buch zuende geht. Obgleich ein gelungener Schluss ist das Ende  einfach ein bisschen zu viel.

Letztendlich kann man mit Die dreizehnte Geschichte gar nichts falsch machen. Es ist ein spannender Roman, lesenswert und sehr schön geschrieben. Mein einziger Kritikpunkt ist einfach das Ende. Das zieht sich einfach in die Länge und wird etwas zu viel Input für ein Ende. Für einen regnerischen, kalten Tag im Herbst oder Winter ist das Buch einfach perfekt gemütlich.

von Sally am Sonntag, 22 August, 2010 um 22:52 Uhr
In den Kategorien: Buchrezensionen

Tags: , , , ,


Seite 1 von 41234